Ausgabe 01/02

Bis die Straße kocht

Die Regierung schickt sehenden Auges Hunderttausende von Menschen in die Arbeitslosigkeit. Auch ver.di ruft auf zum Massenprotest

Die Krise ist da angekommen, wo man sie am härtesten spürt: bei den Menschen, die wegen Kurzarbeit empfindlich an Einkommen einbüßen, bei den 150000, die als Leiharbeiter sofort nach Hause geschickt wurden, und längst auch bei den Beschäftigten der Stammbelegschaften, die nun entlassen werden, weil ihr kürzlich noch solider Betrieb plötzlich keine Aufträge mehr hat. Und während die Bundesregierung im vergangenen Herbst willens und in der Lage war, von jetzt auf gleich milliardenschwere Hilfspakete für die Pleite-Banken auf den Weg zu bringen, hat sie bis heute kein Konjunkturprogramm zustande gebracht, das den Namen auch nur annähernd verdient. Sehenden Auges schickt sie so Hunderttausende von Menschen in die Arbeitslosigkeit und schließlich in ein Leben mit Hartz IV.

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Gewerkschaft


Öffentlicher Dienst

Protest trotz Kälte

Die Beschäftigten der Länder haben bundesweit mit Aktionen und Warnstreiks die Tarifrunde begleitet, in Hannover waren sie 14000

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Leiharbeit

Es geht an die Substanz

Leiharbeiter/innen werden schlechter bezahlt und haben ein höheres Unfallrisiko

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Gesellschaft


Reportage

Nach der Arbeit ist vor der Arbeit

Fitnesstrainerin, Krankenschwester, Putzfrau, Busfahrer und Putzmann - mit Multijobbern auf Schicht

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Politik

Schule ist nicht für alle da

In Hamburg soll erstmals eine Schülerin abgeschoben werden, die illegal in der Stadt lebt

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Portrait

Aus Erfahrung klug

Benedikt Hopmann kennt die Arbeitswelt sehr gut. Heute ist er Anwalt für Arbeitsrecht und findet: Die Beschäftigten haben immer Recht

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Reisespezial

Olé, olé, olé

Mit 260 ver.dianern in Andalusien, mit Kind ins Allgäu - Reisen für ver.di-Mitglieder

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Überstunden

Arbeiten ohne Ende

Überstunden machen krank und führen zu Unfällen, belegen Studien. Dennoch geschieht nichts

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Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser

der Bespitzelungsskandal bei der Deutschen Bahn AG hat sich zu einem Mega-GAU ausgeweitet. Seit 1998 wurden die Daten von über 170000 Beschäftigten der Bahn wiederholt durch einen Datenscanner gejagt und mit Lieferantendaten abgeglichen. Als Maßnahme zur Korruptionsbekämpfung wird dieser dreiste Angriff auf die Rechte Zehntausender von Beschäftigten verkauft.

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