Qualitätspreis

Gute Ideen lohnen sich

Noch bis Anfang Dezember können die ver.di-Bezirksvorstände Bewerbungen einreichen.
Als Preisgeld winken insgesamt 90000 Euro

von Heike Langenberg

Gute Ideen sind bei ver.di derzeit preisverdächtig. Bis zum 1. Dezember läuft die Bewerbungsfrist im Wettbewerb um den ver.di-Qualitätspreis. Vergeben wird er in sechs verschiedenen Kategorien, in allen geht es um Ideen zum Gewinnen oder zur Betreuung von Mitgliedern.

Der Bezirk München bewirbt sich um den Preis mit verschiedenen Aktivitäten zur Mitgliederbetreuung im Fachbereich Sozialversicherung. Der Fachbereich bietet allen seinen Mitgliedern verschiedene Anlässe zu gemeinsamen Treffen, sei es zu arbeitsrechtlichen Vorträgen, sei es zu gemeinsamen Theaterbesuchen oder Brathendl-Essen. Wichtig ist für den zuständigen Sekretär Robert Jung der persönliche Kontakt: "Ich habe festgestellt, dass die Leute seltener wieder austreten, wenn sie schon mal einen Hauptamtlichen gesehen haben. Dann ist der Kontakt leichter, auch wenn mal was nicht klappt." Er wolle mit seiner Arbeit lieber in aller Munde sein als am Schwarzen Brett.

Argumente für beide Seiten

Heftig diskutiert wurde die Bewerbung um den Qualitätspreis im Präsidium des Vorstands des ver.di-Bezirks Aachen/Düren/Erft. Dennoch: Der Vorstand plant, zwei Bewerbungen einzureichen. Bei einer geht es um die Pflege von Mitgliederdaten, bei der anderen um die Betreuung von Werber/innen. "Wir haben uns lange darüber ausgetauscht, wie wir den Wettbewerb finden und was wir dazu beitragen können", sagt Präsidiumsmitglied Uschi Plum.

Ein Kritikpunkt an dem Wettbewerb ist das Preisgeld von 15000 Euro pro Kategorie. Einigen erscheint die Summe von insgesamt 90000 Euro zu hoch. "Sicher gibt es für beide Seiten gute Argumente", sagt Uschi Plum, "aber warum soll man nicht auch gute Ideen belohnen, die andere nutzen können?" Auch Robert Jung hofft darauf, dass es durch den Wettbewerb zu einem regen Austausch von Ideen innerhalb ver.dis kommt. "Ich bin immer auf der Suche nach Ideen für die Mitgliederarbeit, die ich klauen kann. Man muss das Rad ja nicht immer neu erfinden", sagt er.

Eingereicht werden können die Vorschläge von den Vorständen aller ver.di-Bezirke. Sie können sich in mehreren Kategorien mehrfach bewerben. Bewertet werden die Beiträge dann von einer neunköpfigen Jury aus sechs Ehren- und drei Hauptamtlichen.

Einen Flyer mit Informationen zum Wettbewerb können ver.di-Mitglieder im Mitgliedernetz herunterladen. https://mitgliedernetz.verdi.de