Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Foto: rk

was täten wir nur, wenn es die Feuerwehr nicht gäbe? Gar nicht auszudenken ist das. Wann und wo immer ein Notfall besteht, die Feuerwehr ist da, auf ihre Hilfe ist Verlass. Und die Feuerwehrleute lieben ihren Beruf. Obwohl der immer schwerer wird. Die Aufgaben der Rettungs- und Feuerwachen sind zahlreicher geworden, und oftmals wird den Rettern die Arbeit unnütz erschwert: Schaulustige versperren die Einsatzorte, andere stehen im Weg, weil sie ein Selfie mit dem Löschfahrzeug machen. Und das ist noch nicht alles. Immer häufiger werden die Feuerwehrmänner angepöbelt oder gar tätlich angegriffen. Oftmals ausgerechnet von denjenigen, denen sie gerade zu helfen versuchen. Die ver.di-Fachgruppe Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen hat die Feuerwehrleute zusammen mit Experten zu ihren Berufsbelastungen befragt. Mit gravierenden Ergebnissen. ver.di publik hat die Feuerwache II in Bochum Mitte besucht. Die Reportage auf den Seiten 12 und 13.

Glanz, Glitter, Prominenz. Die großen Filmfestivals sind noch immer Publikumsmagneten, doch die vielen Beschäftigten, die für ihren reibungslosen und gelungenen Ablauf sorgen, werden miserabel bezahlt. Um das zu ändern, haben sie die Initiative "Festivalarbeit gerecht gestalten" gegründet. Während der Berlinale in diesem Februar in Berlin haben sie sich zum zweiten Mal getroffen. Der Bericht auf Seite 16.

In den USA grassiert seit langem der Niedriglohn. Working poor - arm trotz Arbeit. Unter dem neuen Präsidenten Donald Trump, der ja im Wahlkampf ein ums andere Mal höhere Löhne versprochen hatte, ist offenbar kein Ende in Sicht. Bereits zwei Arbeitsminister hat er ins Rennen geschickt. Der eine betreibt eine Lobbyorganisation gegen den Mindestlohn. Der Bericht auf Seite 8.

Die nächste ver.di publik erscheint Ende April, bis dahin Ihnen und Euch eine gute Zeit!

Maria Kniesburges, Chefredakteurin der ver.di publik