Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

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das Sparen an öffentlichen Leistungen und Infrastruktur kann sehr gefährlich werden. Etwa so: Die Zahl der Nichtschwimmer im Land nimmt zu. Knapp 60 Prozent der 10-Jährigen, das meldete die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft zu Beginn der Freibadsaison, könnten nicht sicher schwimmen. Ein Grund dafür sei, dass in den vergangenen Jahren zu viele öffentliche Bäder geschlossen worden seien. Und hunderte seien von Schließung bedroht. Überdies fallen Schwimmkurse aus, weil das Fachpersonal fehlt. ver.di publik hat mit Beschäftigten in öffentlichen Bädern gesprochen und sich einen Überblick verschafft. Der Bericht auf Seite 16.

Fachkräfte fehlen auch in den Kindertagesstätten, der Personalmangel nimmt stetig zu. Der Bundestag hat beschlossen, dass 100.000 zusätzliche Kita-Plätze eingerichtet werden sollen, unklar ist jedoch, woher die nötigen Fachkräfte kommen sollen. ver.di fordert daher eine Aus- und Weiter- bildungsoffensive für Erzieher und Erzieherinnen und eine weitere Aufwertung des Berufs. Starke Fachkräfte für die Kinder - der Bericht aus Seite 6.

Der Wunsch nach Umsatzsteigerung rechtfertigt keine Sonntagsarbeit. Das gilt auch für den weltweit größten online-Händler Amazon, hat das Verwaltungsgericht Kassel jetzt geurteilt. ver.di hatte geklagt. Die Sonntagsruhe steht immerhin unter dem Schutz des Grundgesetzes, und dabei soll es bleiben. Bericht auf Seite 11, Kommentar Seite 15.

Am 24. September dieses Jahres steht die Bundestagswahl an - und die ver.di-Jugendlichen rufen auf, unbedingt auch mitzustimmen. "Ich lasse doch nicht andere entscheiden!" heißt ihr Motto. Warum ihnen die Beteiligung an der Wahl wichtig ist, das haben wir Jugendliche in ver.di gefragt. Nachzulesen sind ihre Gründe auf den Seiten J4 und J5 der "ver.di publik JUGEND" im hinteren Teil der Zeitung.

Die nächste ver.di publik erscheint Mitte September. Bis dahin Ihnen und Euch eine schöne Sommerzeit!

Maria Kniesburges, Chefredakteurin der ver.di publik