Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

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die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben drastisch zu erhöhen, und zwar um gigantische 30 Milliarden Euro. Das viele Geld wäre in Schulen, Kitas, in Krankenhäusern, dem sozialen Wohnungsbau oder auch im öffentlichen Nahverkehr besser angelegt, heißt es in dem Aufruf "abrüsten statt aufrüsten", der ab sofort unterschrieben werden kann. Hinter dem Aufruf stehen Künstler und Wissenschaftlerinnen, Vertreterinnen und Vertreter von Friedens- und Umweltinitiativen, von Gewerkschaften, und viele mehr. Ein in der Tat breites Bündnis für Friedenspolitik und Abrüstung. Die Dokumentation des Aufrufs sowie die Unterschriftenliste auf Seite 9.

Sie geben nicht auf, die Beschäftigten beim weltweit größten Online-Händler Amazon. Sie wollen endlich einen Tarifvertrag und die entsprechend bessere Entlohnung. Und sie wollen einen tariflich geregelten Gesundheitsschutz. Amazon lehnt bisher jegliche Verhandlungen ab. Statt mit der Gewerkschaft über einen Tarifvertrag "Gute und gesunde Arbeit" zu verhandeln, empfiehlt Amazon den Beschäftigten, mehr zu trinken, und setzt Obsttage an. Und das bei einem überdurchschnittlich hohen Krankenstand von 11 bis zu 13 Prozent an den deutschen Standorten. Folgen von Arbeitsdruck und lückenloser Leistungskontrolle. Ende November streikten die Kolleginnen und Kollegen an sechs deutschen Amazon-Standorten, und auch im italienischen Piacenza ließen rund 500 Beschäftigte die Ware stehen. Bericht auf Seite 4.

"#tarifdeluxe" nennt die ver.di Jugend ihre Kampagne für gute Tarifverträge und bessere Ausbildungsbedingungen. "#tarifdeluxe", denn "Weniger ist Wahnsinn". Mehr dazu im Sonderteil "ver.di publik Jugend" auf den Seiten J1 bis J5.

Und was auch in diesem Jahr wieder alles bei ver.di los war, ist zumindest in einigen Ausschnitten zu sehen auf den Seiten 12 und 13.

Die nächste ver.di publik erscheint Anfang Februar.

Herausgeber und Redaktion wünschen Ihnen und Euch eine schöne Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr!

Maria Kniesburges, Chefredakteurin der ver.di publik