Editorial

Foto: rk

Liebe Leserin, lieber Leser,

weil in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di derzeit besonders viel diskutiert und obendrein gewählt wird, kommt auch die Mitgliederzeitung dieses Mal anders daher als gewohnt: Die letzten acht Seiten dieser Ausgabe der ver.di publik sind komplett den vielfältigen Vorbereitungen des ver.di-Bundeskongresses im kommenden Jahr in Leipzig gewidmet. Auf dem Kongress werden rund 1.000 Delegierte festlegen, wie sich die Gewerkschaft in den folgenden vier Jahren ausrichten und welche Schwerpunkte sie setzen will. Und deswegen finden bereits jetzt die Diskussionen auf allen Ebenen der Organisation statt: Da werden die Delegierten zum Kongress entsandt, und es wird diskutiert, welche Anträge an den Bundeskongress gestellt werden sollen. Wann und wo die vielen Versammlungen stattfinden, steht im letzten Teil dieser Ausgabe. Die Kulturtipps sind daher auf die Seiten 12 und 13 gerutscht.

Zum ersten Mal seit 32 Jahren stehen die studentischen Beschäftigten an den Berliner Hochschulen im Streik. Sie wollen mehr Geld, denn ihre Löhne sind seit 17 Jahren um keinen Cent erhöht worden. Sie fordern 14 Euro, derzeit sind es nur 10,98 Euro die Stunde. Sie wollen sich nicht länger als billige Arbeitskräfte benutzen lassen, die fest angestellte Beschäftigte ersetzen sollen. Die Reportage zum Streik auf Seite 16.

Viele Milliarden an Steuergeldern haben engagierte und erfahrene Steuerfahnder in Hessen seinerzeit für den Staat zurückgeholt, bis sie 2001 brutal gebremst wurden. Ihre Geschichte kommt einem bösen Krimi gleich. Sie wurden von Amts wegen für psychisch krank erklärt - und konnten erst Jahre später ihre Rehabilitierung erreichen. ver.di publik berichtete. Jetzt haben zwei erfolgreiche Steuerfahnder in Nordrhein-Westfalen hingeschmissen. Bericht auf Seite 11.

Die nächste ver.di publik erscheint Anfang März. Bis dahin Ihnen und Euch eine gute Zeit!

Maria Kniesburges, Chefredakteurin der ver.di publik