Kurznachrichten

Titelbild „Bleiben Sie gesund“, ver.di PUBLIK 12_2009

Als ver.di-Mitglied muss ich sagen: Bravo! Endlich wurden nicht nur in jeder Hinsicht zu kurz Gekommene in ver.di publik abgebildet, sondern junge gut aussehende Menschen! Weiter so wäre schön. Toi toi toi!
Hans Klatt, Eppelheim bei Heidelberg

Über Geschmack lässt sich ja streiten. Das Titelbild zum oder über den Nikolaustag (vielleicht wollten Sie auch dokumentieren, dass Abhärtung der Gesundheit dienen kann) ist eine Geschmacklosigkeit, die nicht zu überbieten ist. Schauen Sie sich doch die Personen auf dem Foto näher an.
Wolfgang Göddecke, Olsberg

Das "Mädel" etwa in der Mitte vom Bild mit dem blauen Oberteil gefällt mir am besten.
Rolf Knoblich, per E-Mail

Das Titelbild ist nach meiner Ansicht total daneben. Eines mit der Aussage: Altersarmut, soziale Kälte, Ungerechtigkeit und im Gegensatz dazu immer mehr Reiche, dürfte uns besser zu Gesicht stehen.
H. Momann, per E-Mail


Thema "Gefahr im Verzug", ver.di PUBLIK 12_2009

Die Gewalt gegen Busfahrer hängt auch mit dem Unmut in der Bevölkerung über verspätete Busse zusammen. Die wiederum sind auch eine Folge der Regelung, dass der Busfahrer die Tickets aller Fahrgäste kontrollieren muss.
Es wäre sinnvoll von ver.di, gegen die Zusatzbelastung zu protestieren.Sie führt zu Verzögerungen im Fahrablauf, Verspätungen und zum Unmut der Fahrgäste. Die Busfahrer sind doppelt betroffen. Sie müssen mehr arbeiten, haben zusätzlichen Stress, und dann bekommen sie noch die Wut der Fahrgäste ab.
Peter Nowak, per E-Mail

Leider war dem Artikel nicht zu entnehmen, dass es sich um eine vom Landesfrauenrat Berlin Brandenburg initiierte, organisierte und durchgeführte Veranstaltung handelte. Insbesondere fehlte der Verweis auf die im Landesbezirk für Frauen- und Gleichstellungspolitik zuständige Kollegin Heidemarie Gerstle.
Margaretha Müller

Kontakt: heidemarie.gerstle@verdi.de


Thema „Prozente und mehr“, ver.di PUBLIK 12_2009

In der Ausgabe wird auch die aktuelle Tarifforderung im Öffentlichen Dienst diskutiert. Nicht gefordert wird aber die gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit: Die Nettoentgelte für Beamte und Angestellte sind inzwischen extrem unterschiedlich, sie differieren bei Lehrern, wie die Kollegen der GEW ermittelt haben, bereits um mehrere hundert Euro monatlich. Nun gibt es zwar bei Bund und Kommunen wenig Lehrer - aber die Gehaltsgruppen sind auch in der Verwaltung die gleichen, die Differenzen also durchgehend, ab Mitte gehobener Dienst nach oben stark steigend zugunsten der beamteten Kolleg/innen. Ist diese grobe Ungerechtigkeit keine Sache für ver.di?
Hagen Stölting, Wuppertal

Immer, wenn die Kollegen eine minimale Gehaltserhöhung erstreiten wollen, wird behauptet, die Kassen sind leer. Offensichtlich stimmt das nicht, denn die Möwenpick-Partei (ehemals FDP) hat dem Hotel-und Gaststättengewerbe beachtliche Steuergeschenke gemacht. Gerade diese Behauptung, von allen Arbeitgebern angebracht, ermöglicht es, dass sich dieser Staat bergab entwickelt. Wer kein Geld hat, kann nichts kaufen und überlegt sich u. a. gewiss auch, ob er sich einen Hotelaufenthalt leisten kann oder nicht. Hier bewegt sich eine Spirale in den Abgrund.
Erhard Lindemann, Zeuthen


Thema „Deutsche Post AG“, ver.di PUBLIK

Die Privatisierung der Post ist gescheitert. Man wird in DHL-Shops schlechter bedient als in den Postfilialen. Warteschlangen von zehn Leuten und mehr sind keine Seltenheit. An die Bedürfnisse älterer Bürger wird nicht mehr gedacht. Außerdem geht ein privater Anbieter naturgemäß nicht so sensibel mit dem Post- und Fernmeldegeheimnis um wie eine staatliche Institution. Daher sollten Briefverkehr und Fernmeldewesen schleungist wieder in staatliche Hand.
Stefan Hilse, Wiesbaden


Thema „Das Ende einer Dienstreise“, ver.di PUBLIK 12_2009

Die Frage, wann Reisezeit als Dienstzeit anerkannt wird, war schon 1993 Thema in unserer Betriebsratszeitung. Angelehnt an die berühmten Fragen an Radio Eriwan hatten wir damals kritikwürdige Themen als Fragen an Radio OP-Wahn (OP steht für Oberpfaffenhofen) formuliert: Frage: Ist Spargel­schälen im Dienstwagen Dienst- oder Reisezeit?
Antwort: Schälen zwischen Soltau und Hannover ist Dienstzeit, ab Hannover Reise- sprich Freizeit. Nein, ich will Sie nicht nachträglich in den April schicken, sondern nur auf unsere schizophrenen Gesetze, Verordnungen und die Auslegung derselben aufmerksam machen. Aber von vorne: Meine Kollegin und ich waren auf einer Sitzung in Hamburg, die am Nachmittag endete, und bewegten uns mit dem Dienstwagen durch die Spargelgegend der Lüneburger Heide. Naheliegend, ein paar Pfund dieser herrlich schmeckenden Stangen zu kaufen und als Abendessen einzuplanen. Da wir spät dran waren und nicht erst gegen Mitternacht essen wollten, wurde die Vorarbeit (Spargelschälen) im Auto erledigt. Und während wir uns schälend über die inzwischen durch Gewitterregen überflutete Autobahn Richtung Heimat bewegten, kam die Debatte über solch verrückte Zeitabrechnung auf. Kurz hinter Hannover war nämlich unser reguläres Arbeitszeitende gekommen und damit das eben noch dienstliche Autolenken und Spargelschälen zum Freizeitvergnügen geworden. Da muss doch was falsch sein! Wir sind nun einmal eine "Anstalt", die sich über Gesamtdeutschland erstreckt, deswegen wird Mobilität und Reisefreudigkeit von uns vorausgesetzt, aber bitte auch die dazu gehörende flexible Handhabung... Liebe Vorgesetzte, Sie reden immer von Motivation, solche kleinen Alltäglichkeiten würden motivieren und Ihre Mitarbeiter wären dann auch mal zu unbequemen Dienstreisen zu außergewöhnlichen Zeiten bereit.
Ulrike Federl, ehem. Betriebsrätin im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Das Foto zum Artikel zeigt mitnichten Nonnen, sondern Diakonissen auf dem Bahnsteig von Neuendettelsau. Die Bildunterschrift "Nur Nonnen und Mönche (hier nicht zu sehen) reisen unentgeltlich im Dienste des Herrn" ist daher falsch, weil es zu den Diakonissen keine Mönche gibt.
Gisela Fleckenstein, Brühl


Thema Mitgliederstand bei ver.di

Warum gelingt es schon seit Jahren nicht, das zu große Schlupfloch für die Mitgliederverluste einzuengen? Die Anzahl der Unzufriedenen mit unserer Arbeit muss durch bessere Mitgliederbestandspflege und damit auch verbesserte Information verringert werden. Wir werden einen Teil der Trittbrettfahrer nicht vermeiden können. Wir werden auch einen Teil der Unzufriedenen nicht auf Dauer überzeugen können, und die Todesfälle können wir schon gar nicht vermeiden. Aber wir könnten durch eine überzeugendere Arbeit mit und für Senior/innen und Partner/innen und durch eine gute Berichterstattung darüber dafür sorgen, dass der anhaltende Trend der Mitgliederverluste gebremst und unterbrochen wird.
Johann Oetken, Oldenburg


Karikatur Seite 2, ver.di PUBLIK 12_2009

Mit welcher Berechtigung maßen Sie sich an, den Gott der Christen in den Schmutz zu ziehen und ihn als gelangweilten und langweiligen Großvater darzustellen, der nichts anderes im Sinn hat, als einen Schalter umzulegen? Sollten Sie trotzdem einmal wissen wollen, wer Gott tatsächlich ist und wie kreativ er ist, kann ich Ihnen für Ihre Recherchen empfehlen, die Bibel zu lesen. Und wenn es möglich ist, verschonen Sie mich in Zukunft mit irgendwelchen Karikaturen über Gott.
André Taddey, per E-Mail


Zur Zukunft der Gewerkschaften, ver.di allgemein

Erinnert ihr euch noch an den Club of Rome und seine Prognosen in den 70-er-Jahren, an die Broschüren des DGB zur Lebensqualität und zum qualitativen Wachstum, an die Filme mit Franz Steinkühler (Die Welt, die wir uns schaffen, etc)? Wir wussten damals schon, dass die Ressourcen auf der Erde begrenzt und ungleich verteilt sind und wir nicht immer mehr Güter konsumieren bzw. wegwerfen und verschwenden können. Wir wussten, dass wir eine Arbeitszeitverkürzung brauchen, denn sonst können bei wachsender Produktivität nicht alle Arbeit finden, die vom Lohn leben müssen. Denn wir wussten, dass Arbeitslosigkeit die Arbeitsbedingungen aller Lohnabhängigen verschlechtert und den demokratischen Sozialstaat gefährdet. Wir wussten, dass zur Lebensqualität Zeit füreinander gehört, für die Familie und die Freunde, für Bildung und Kultur, für das gesellschaftliche Engagement.
Können wir diese Fragen und Diskussionen nicht wieder in die Gewerkschaftsarbeit einbringen? Wir haben soviel Potenzial, so viele erfahrene Kolleg/innen, die diese Diskussionen anleiten können. Es gibt viele junge Menschen, die auf eine solche Diskussion innerhalb der Gewerkschaften warten, weil sie wissen, es geht nicht mehr weiter mit dem „Weiter so“, während Arbeitslosigkeit und Armut steigen sowie der Stress für die, die noch Arbeit haben. Der Index "Gute Arbeit" und die Maßnahmen der Gewerkschaften dazu können die Diskussion über unsere zukünftige Lebenswelt nicht ersetzen. Die private Lebenswelt bleibt überwiegend ausgeklammert, obwohl sie immer mehr unter dem Druck der Arbeitswelt steht.
Ich bin sicher, dass die Diskussion der genannten Themen die gesellschaftliche Akzeptanz und Attraktivität der Gewerkschaften erhöhen wird und damit auch langfristig die Mitgliederzahl.

Barbara Caroli-Buch, Mannheim


Kommentar „Mission gescheitert“, ver.di Publik 12_2009

Dem Kommentar von Andreas Zumach stimme ich voll und ganz zu. Wie wäre es, wenn die Gewerkschaft versucht, zu ergründen, wie viele Menschen für die Beendigung des Afghanistan-Krieges sind. Es dürfte eine Mehrheit sein, die das wünscht. Auf diesem Wege könnte die Regierung gezwungen werden, das Mandat für diesen Krieg nicht zu verlängern. Eine Verbündete für diese Meinung ist die evangelische Kirche.
Margot Poppe, Berlin


Brennpunkt „Berater-Wirtschaft in ,Bertelsheim'“, ver.di PUBLIK 10_2009

Ich möchte mich bedanken für den superguten Artikel über Rüsselsheim von Werner Rügemer. Ich habe ihn kopiert und an alle Mitglieder der Rostocker Bürgerschaft verteilt.
D. Grant, per E-Mail


„Sie säen nichts und ernten doch“, ver.di PUBLIK 11_2009

Die Profitgier der Banken- und Konzernmanager kann nicht scharf genug angeprangert werden! Allerdings kann man durchaus auch nachvollziehen, wenn der Chef einer mächtigen US-Bank behauptet, dass er angeblich "Gottes Werk verrichtet". Handelt er doch ganz im Sinne des Bibelworts: "Wer viel hat, soll noch mehr bekommen. Wer aber wenig hat, dem wird auch noch das Letzte weggenommen." (Lukas, 19.26) Es gilt auch hier die Weisheit: Genauer hinsehen!
Karl-Heinz Requard, Reinsbüttel


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