Kurznachrichten

EU-Parlament stimmt zu

FINANZTRANSAKTIONSSTEUER | Das Europäische Parlament hat sich Mitte März für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ausgesprochen. "Nun geht es darum, dass die Regierungschefs ernst machen und sich dem Votum des Europaparlaments anschließen", sagte DGB-Bundesvorstandsmitglied Claus Matecki. Keinesfalls dürfte sich ECOFIN, der EU-Rat für Wirtschaft und Finanzen, wieder neue Ausflüchte einfallen lassen. ver.di macht sich seit langem stark für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.


Schlusslicht Deutschland

ARBEITSKOSTEN | Die Arbeitskosten steigen in Deutschland langsamer als in vielen anderen europäischen Ländern. Das hat eine Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung in der Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Im Jahr 2009 sind sie um 2,3 Prozent gestiegen, der EU-Durchschnitt lag bei 2,9 Prozent. Besonders gering war der Anstieg in Deutschland im Dienstleistungsbereich. Bezogen auf die vergangenen zehn Jahre weist Deutschland mit 1,9 Prozent den EU-weit niedrigsten Anstieg auf. Arbeitskosten setzen sich zusammen aus Löhnen und Gehältern sowie aus Lohnnebenkosten. Das ist zwar für die internationale Wettbewerbsfähigkeit gut, hat aber negative Auswirkungen auf Löhne, Arbeitsverhältnisse und Binnenkonjunktur. www.boeckler.de


Geringe soziale Integration

TEILHABE | Die Sicherung sozialer Teilhabechancen für alle Mitglieder der Gesellschaft sind ein offizielles sozialpolitisches Ziel der EU und auch der Bundesregierung. Die Integration in den Arbeitsmarkt gilt als zentral dafür. Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat jetzt ergeben, dass sich Leih­arbei­ter/in­nen und befristet Beschäftigte wenig in die Gesellschaft integriert fühlen. Das liegt nicht nur am erhöhten Risiko, arbeitslos zu werden, und an wenig Planungssicherheit, sondern auch an niedrigen Löhnen und fehlenden Weiterbildungsschancen. Mehr Informationen stehen im IAB-Kurzbericht 4/2011. www.iab.de