ver.di lohnt sich

4,7 Prozent mehr Geld für Filmschaffende

Medien - ver.di und die Allianz deutscher Produzenten für Film & Fernsehen haben sich am 7. April auf ein Tarifergebnis geeinigt. Die Gagen werden in zwei Stufen um insgesamt 4,7 Prozent erhöht: ab 1. Juli dieses Jahres um 2,2 Prozent und ab Jahresbeginn 2015 um weitere 2,5 Prozent. Der Tarifvertrag läuft bis Ende 2015. Die nächste Gagenerhöhung kann nach erneuten Verhandlungen ab April 2016 vereinbart werden. Szenenbildner bekommen ab Juli dieses Jahres zusätzlich einen Sockelbetrag von 75 Euro pro Monat. Der Tarifvertrag betrifft 25 000 Filmschaffende und tritt rückwirkend zum 1. Januar 2014 in Kraft. Er enthält zahlreiche weitere Verbesserungen, so die Begrenzung der Arbeitszeit an vielen Dreh- und Arbeitstagen, die Verlängerung der Pausen und die Erhöhung der Zuschläge für lange Arbeitstage.


Tarifbindung für Zara bundesweit durchgesetzt

Einzelhandel - ver.di und das Mode-Unternehmen Zara haben die bundesweite Tarifbindung und weitere Regelungen für die 4 000 Beschäftigten ausgehandelt. "Mit der Unterschrift unter den Tarifvertrag haben sie endlich die Rechtssicherheit unserer Tarifverträge", sagte ver.di-Verhandlungsführer Arno Peukes. "Darüber hinaus machen die Vertragsparteien damit deutlich, dass auch für junge Einzelhandelsunternehmen die Tarifverträge Leitlinien für eine moderne Unternehmenspolitik sind." Zara hatte sich zuvor schon an die Tarifverträge des Einzelhandels in Hamburg angelehnt, jetzt gelten diese Verträge aber für alle Beschäftigten rechtsverbindlich. Gleichzeitg konnte ver.di zusätzliche Verbesserungen aushandeln. So bekommen die Beschäftigten künftig doppelt so hohe Sonntagszuschläge wie in Hamburg vorgesehen. Zara hat als erstes Unternehmen im Einzelhandel den gesetzlich zulässigen Zeitraum für befristete Arbeitsverhältnisse von zwei Jahren auf ein Jahr reduziert. Damit haben Beschäftigte schneller die Möglichkeit, eine unbefristete Stelle zu bekommen.


Mehr Geld und 39-Stunden-Woche für Busfahrer

Nahverkehr - Die lang andauernde Tarifauseinandersetzung bei den privaten Busfahrern in Hessen ist beendet. ver.di und der Landesverband hessischer Omnibusbetreiber (LHO) haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt. Danach erhöht sich der Lohn der Busfahrer/innen in drei Schritten bis zum 1. Oktober 2015 auf zwölf Euro die Stunde. Rückwirkend zum 1. Januar bekommen sie 11 Euro 45, ab 1. September steigt der Lohn auf 11 Euro 65 und zum 1. Oktober 2015 dann auf zwölf Euro. Von diesem Tag an gilt auch die 39-Stunden Woche. Die Löhne für den Innendienst und die Ausbildungsvergütung steigen ebenfalls. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2016. ver.di und LHO hatten seit November verhandelt. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, hatten die Busfahrer in den vergangenen vier Monaten in vielen hessischen Städten gestreikt.


Abschluss bei SWI Dresden

Immobilienwirtschaft - Bei SWI konnte ver.di nach 16 Monaten Verhandlung einen Tarifvertrag abschließen. Die Tochter der Ostsächsischen Sparkasse Dresden ist für die Bewirtschaftung der sparkasseneigenen Immobilien zuständig. Mit dem Abschluss endet der tariflose Zustand für die 70 Beschäftigten. Die Gehälter steigen ab Januar 2014 in der ersten Gehaltsgruppe auf zehn Euro pro Stunde, in der mittleren Gruppe um durchschnittlich 7,3 Prozent auf 2 200 bis 2 800 Euro im Monat und in der oberen Gruppe um 4,9 Prozent auf bis zu 4 000 Euro pro Monat. Es gibt drei Tage mehr Urlaub und für ver.di-Mitglieder vermögenswirksame Leistungen in Höhe von 40 Euro. Ab Oktober dieses Jahres steigen die Gehälter noch einmal um zwei Prozent und ab Oktober 2015 um weitere 1,6 Prozent. Der Tarifvertrag läuft bis Ende 2016.