ver.di lohnt sich

H&M muss öffentlichem Druck nachgeben: Ayse bleibt

Einzelhandel - Nach monatelangem Kampf, unzähligen Solidaritätsaktionen und kritischer Berichterstattung hat das schwedische Mode-Unternehmen nachgegeben: Ayse, die Betriebsratsvorsitzende der Heilbronner Filiale, kehrt an ihren Arbeitsplatz zurück. Darüber wurde ein gerichtlicher Vergleich geschlossen. H&M hatte das Arbeitsverhältnis nach Ayses Wahl zur Betriebsratsvorsitzenden nicht fortgesetzt. Angeheizt wurde der Konflikt zuletzt auch durch die Tatsache, dass der inzwischen ehemalige Filialleiter von Ayse nicht bereit war, für den Konzern unter Eid die Unwahrheit zu sagen. So konnte die Unternehmensleitung nicht länger bestreiten, dass es eine Zusage zur Weiterbeschäftigung von Ayse gab. Der plötzliche Kurswechsel von H&M war jedoch nur dank der vielen Menschen möglich, die sich für Ayse eigesetzt haben. ver.di Heilbronn-Neckar-Franken hat sich auch in Ayses Namen bei allen Beteiligten für "dieses glückliche und erfolgreiche Ende eines Kampfes gegen Ungerechtigkeit und Willkür" bedankt.


Tarifabschluss bei Stute Logistics

Kontraktlogistik - ver.di hat mit dem bundesweit tätigen Unternehmen Stute Logistics eine weitere Tarifregelung vereinbart. Neben der monatlichen Tariferhöhung von 150 Euro bekommen ver.di-Mitglieder für September bis November 2014 insgesamt 300 Euro und im Dezember 2014 eine Einmalzahlung von 1300 Euro. Azubis erhalten einen Einmalbetrag von bis zu 500 Euro. ver.di hatte schon im November des vorigen Jahres die Tarifbindung des Unternehmens durchgesetzt. Mit den neuen Regelungen sind ver.di-Mitglieder jetzt im Vorteil gegenüber den durch die IG Metall bei Stute Logistics vereinbarten Regelungen. Welcher Tarifvertrag Anwendung findet, entscheiden nun die Gewerkschaftsmitglieder durch ihre Mitgliedschaft.


Erfolgreiche Nachtaktion von DHL-Beschäftigten in Leipzig

foto: Jan Woitas/DPA

Mehr Geld am DHL-Drehkreuz

Post-Tochter - Mit der DHL Hub Leipzig GmbH konnte sich ver.di nach einem befristeten Ausstand auf ein Tarifergebnis einigen. Zum 1. Dezember dieses Jahres steigen die Entgelte um 4,7 Prozent, ein Jahr später um weitere 4,3 Prozent. Das ergibt bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 24 Monaten insgesamt 9,2 Prozent. Auch die Ausbildungsvergütungen steigen entsprechend. Die ver.di-Mitglieder waren erstmals in der Geschichte des Drehkreuzes in der Nacht zum 1. Oktober in den Ausstand getreten.


Rechtssicherheit bei Sparda-Banken

Finanzdienstleistungen - Die Sparda-Banken und die Tarifgemeinschaft von ver.di und der Eisenbahnergewerkschaft (EVG) haben sich nach fünf Verhandlungsrunden auf eine Reform der gemeinsamen Tarifverträge für die rund 6500 Beschäftigten verständigt. Damit konnte erstmals seit 2006 wieder eine Gehaltstabelle vereinbart werden; die Zeit ohne aktuellen Tarifvertrag ist beendet. Festgelegt wurde auch, dass im November über Gehaltserhöhungen verhandelt wird. Beide Seiten haben sich darauf geeinigt, das bisherige Urlaubsgeld in eine betriebliche Altersversorgung umzuwandeln. Der Manteltarifvertrag wurde modernisiert; danach werden die untersten Gehaltsgruppen gestrichen und die Tarifverträge zu Altersteilzeit und Vorruhestand wieder in Kraft gesetzt.