GESUNDHEITSWESEN

AWO will Lohnsenkung

Beschäftigte legen Arbeit nieder

Die Altenpflegerinnen und -pfleger bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie die Beschäftigten der Geschäftsstelle der AWO Hessen-Süd haben am 16. Oktober 2014 ganztägig die Arbeit ruhen lassen. Sie protestieren gegen das Vorhaben des Arbeitgebers, ihre Entgelte abzusenken, statt sie angemessen zu erhöhen.

Zum Hintergrund: Der AWO-Bezirksverband Hessen-Süd hat den bestehenden Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes für die rund 2000 Beschäftigten der Altenpflege zum 31. Dezember 2014 gekündigt. In den Tarifverhandlungen will der Arbeitgeber jetzt erneut eine Lohnabsenkung um fünf Prozent erreichen.

Als Argument für diese rigorose Forderung führte er unter anderem an, dass die Refinanzierung der Altenhilfe durch die Pflegekassen zu gering sei. Gegen diese Pläne und für mehr Wertschätzung wurde unter anderem in Bensheim, Roßdorf, Langgöns, Butzbach, Hadamar und Heusenstamm die Arbeit niedergelegt, zunächst für einen Tag.