Kurznachrichten

Proteste gegen neues Arbeitsgesetz

Frankreich - Mit landesweiten Streiks und Protesten haben vor allem Gewerkschafter/innen, Studierende und Schüler /innen seit Ende März in vielen Städten Frankreichs gegen das von der Regierung geplante neue Arbeitsgesetz protestiert. Rund 400.000 Menschen forderten auf ca. 200 Protestkundgebungen allein am 31. März die Regierung auf, das Gesetz zurückzunehmen. Auf vielen Bahnhöfen und Flughäfen wurde gestreikt. Landesweit fuhr an dem Tag nur etwa die Hälfte aller Regionalzüge. Auch viele Schulen blieben geschlossen. Zu dem geplanten Arbeitsrechtsgesetz gehört auch das Vorhaben der Regierung, den Unternehmen Kündigungen wesentlich zu erleichtern.

Leitkommentar Seite 15


4. Europa-Konferenz der UNI

Europa - Unter dem Motto "Europa gemeinsam verändern" haben Delegierte von 159 Gewerkschaften aus 39 europäischen Ländern auf der 4. Europa-Konferenz des Dachverbands der europäischen Dienstleistungsgewerkschaften UNI in Rom über gemeinsame Strategien für ein soziales und demokratisches Europa beraten. Hauptanträge befassten sich mit Strategien gegen den Sparkurs der EU, mit der Stärkung der gewerkschaftlichen Handlungsmacht und der Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor. Die Delegierten haben unter anderem Leitlinien über länderübergreifende Unternehmensvereinbarungen beschlossen, sich mit der Flüchtlingsfrage, mit Angriffen auf die Gewerkschaftsrechte und mit den Freihandelsabkommen befasst. Als UNI-Präsident wurde der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske mit 98 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Auf der Konferenz sprach Frank Bsirske auch zur politischen Lage in Europa.

http://www.unieuropaconference.org/de/


UNI-Gewerkschafter unerwünscht

Peru - Die Regierung Perus hat wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl einen deutschen Gewerkschafter ausgewiesen und ihm die Wiedereinreise verboten, weil er einen Arbeitskampf unterstützt hat, wie die Junge Welt am 4. April berichtet. Orhan Akman, früherer Stadtrat in München und Gewerkschaftssekretär, arbeitet für die internationale Dienstleistungsgewerkschaft UNI. In dieser Funktion hat er die Beschäftigten der Supermarktkette Cencosud in Peru beim Aufbau einer Betriebsgewerkschaft unterstützt. Ziel der Beschäftigten sind sichere Beschäftigungsverhältnisse und bessere Löhne. Akman wurde wegen seiner Beteiligung an Kundgebungen in Peru zur unerwünschten Person erklärt. Er habe die öffentliche Ruhe und Ordnung sowie den sozialen Frieden gestört, erklärte das Innenministerium. Adriana Rosenzvaig, die Regionalsekretärin der UNI für den amerikanischen Kontinent, hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Ausweisung sei eine Verletzung der gewerkschaftlichen und der Menschenrechte, erklärte sie. Die UNI hat bei Ollanta Humala, dem Präsidenten Perus, gegen die Ausweisung protestiert.


Dank für Spenden

Kenia - Die Initiative "In Our Own Quiet Way", die in Kakamega im Nordwesten Kenias Entwicklungsprojekte betreibt, bedankt sich herzlich bei allen Leser/innen der ver.di publik, die dem Spendenaufruf in der Ausgabe 6/2015 gefolgt sind und fast 1.200 Euro gespendet haben. Das Geld fließt in ein "Bildungshaus", in dem Kinder, die keine weiterführenden Schulen besuchen können, berufspraktisch ausgebildet werden. Zentrales Projekt der Initiative ist ein Waisenhaus, in dem 50 ehemalige Straßenkinder leben, deren Eltern verstorben sind. Weitere Spenden werden gebraucht: Stichwort "PUBLIK",

Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, IBAN DE53795500000011396850

www.quietway.de