Ausbildungs-Beginn

Man sieht sich immer dreimal

Welches Bild sich neue Auszubildende von ver.di machen, darüber entscheidet oft schon die erste Begegnung

Jedes Jahr im Zeitraum August bis Oktober steht er wieder an: der Ausbildungsstart für hunderttausende junge Menschen. Die Jugendlichen betreten dabei eine neue, meist für sie bislang noch unbekannte Welt. Für Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAVen) und betrieblich aktive Gewerkschafter/innen gilt es, die Neuen an die Hand zu nehmen und sie über ihre Rechte in der Ausbildung aufzuklären.

Der erste Eindruck zählt

Liebe auf den ersten Blick - das gilt auch für die jungen Auszubildenden und die Gewerkschaft. Der unmittelbare Ausbildungsbeginn ist eine der besten Gelegenheiten, sich kennenzulernen und die neuen Auszubildenden für ver.di zu gewinnen. Für die meisten Jugendlichen dürfte es der erste Kontakt mit Gewerkschaften sein. Das bedeutet: Die erste Begegnung entscheidet ganz maßgeblich darüber, welches Bild sie von ver.di bekommen.

Um junge Menschen heute für die Mitgliedschaft in einer großen Organisation zu gewinnen, reicht eine einmalige Ansprache meist nicht mehr aus. Deshalb hat die ver.di Jugend das Konzept der dreimaligen Erstansprache entwickelt. Die erste Ansprache sollte direkt zum Ausbildungsbeginn erfolgen. Hier geht es darum, einen positiven ersten Eindruck von ver.di zu vermitteln.

Der zweite Kontakt ist der entscheidende: Nach dem positiven ersten Eindruck stehen die Chancen gut, die neuen Auszubildenden von einer ver.di-Mitgliedschaft zu überzeugen. Besonders geeignet sind hier betriebliche Veranstaltungen wie eine Versammlung der Jugendlichen. Dabei können die Neulinge über ihre Rechte und Pflichten, betriebliche Abläufe und all­gemein über ver.di informiert werden. Gemeinsame Freizeitaktivitäten wie eine Begrüßungsparty kommen immer gut an. In Partystimmung lässt sich der persönliche Kontakt vertiefen und die Mitgliedschaft erneut thematisieren.

Immer wieder nachfassen

Konsequentes Nachfassen ist für die Gewinnung neuer Mitglieder oft ausschlaggebend. Aktuelle Anlässe nutzen, zum Beispiel das Ende der Probezeit oder eine anstehende Tarifrunde, zuvor versprochene Informationen nachreichen und bisher Unentschiedene noch einmal einzeln ansprechen - das führt meist zum Erfolg. Neue Partner/innen möchten nun einmal gern umworben werden.

Stefan Zimmer