ver.di lohnt sich

Mehr Geld für Fahrer

München - ver.di konnte sich mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in der fünften Verhandlungsrunde auf einen Tarifabschluss einigen. Da die Geschäftsführung der MVG eine Einkommenserhöhung zunächst mit längeren Arbeitszeiten verknüpfen wollte, hatte ver.di im Juli und im September zu Warnstreiks aufgerufen. Die Tarifeinigung legt nun fest, dass es keine Erhöhung der Arbeitszeit auf 40 Stunden gibt. Die Löhne werden rückwirkend zum 1. Juli dieses Jahres um 2,5 und ab Juli 2018 um weitere 3 Prozent erhöht. Auch die Schicht- und Wechselschichtzulagen steigen dementsprechend. Die Zulage für geteilte Dienste wird von 5 auf 10 Euro heraufgesetzt. Der Vertrag enthält außerdem Verbesserungen bei der Berechnung des Urlaubs und der Entgeltumwandlung zur Altersvorsorge.


Neuer Manteltarifvertrag an Flughäfen

Leipzig / Halle und Dresden - Für die Beschäftigten der Mitteldeutschen Flughafen AG (MFAG) haben sich die Tarifvertragsparteien auf einen neuen Mantel­tarifvertrag und eine Gehaltserhöhung geeinigt. Damit "konnten Streiks verhindert und spürbare Verbesserungen bei Einkommen und Grundurlaub festgeschrieben werden", sagte ver.di-Verhandlungsführer Gerd Doepelheuer. Die Gehälter steigen ab März kommenden Jahres um 4 Prozent, zudem wurde eine Einmalzahlung von 1.150 Euro vereinbart. Der Grundurlaub steigt ab 2018 auf 30 Tage. Auch die Azubis erhalten mehr Geld: einmalig 500 Euro und ab März 2018 mindestens 120 Euro mehr.


Pausen für Sicherheitspersonal durchgesetzt

Düsseldorf - Die staatliche Arbeitsschutzverwaltung in der Bezirksregierung Düsseldorf hat bestätigt, dass die Beschäftigten der Firma Kötter am Flughafen der Stadt ein Anrecht auf regelmäßige und bezahlte Entlastungspausen haben. Der Arbeitgeber wurde dazu aufgefordert, das sofort umzusetzen. Seit Wochen hatten die Betriebsräte und ver.di-Mitglieder auf die unerträglichen Arbeitszustände am Düsseldorfer Flughafen hingewiesen. Doch erst nachdem viele Kolleg/innen Überlastungsanzeigen gestellt hatten, kam es zu einer Reaktion. Die Arbeitsschutzverwaltung hat die Forderung von ver.di bestätigt. So ist den Sicherheitskräften jetzt nach maximal zwei Stunden Kontrolltätigkeit eine bezahlte Pause zu gewährleisten. Zusätzlich muss die Firma einen Arbeitsmediziner beauftragen, den Gesundheitsschutz im gesamten Arbeitsablauf zu überprüfen. ver.di will die in Düsseldorf erkämpften Ergebnisse jetzt auch für die Beschäftigten in der Fluggastkontrolle am Flughafen Köln/Bonn durchsetzen.


Bessere Bezahlung am Deutschen Herzzentrum

Berlin - Das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) und ver.di haben sich auf zahlreiche Neuregelungen in den bestehenden Tarifverträgen verständigt. Die Grundgehälter steigen rückwirkend ab April dieses Jahres um 2,3 Prozent und ab April 2018 um weitere 2,2 Prozent. Außerdem werden spezifische Bereichszulagen für Pflegekräfte seit September dieses Jahres auf den höchsten Wert vereinheitlicht und dem Grundgehalt zugeschlagen. Bisherige tarifvertragliche Vereinbarungen, die zum Teil über den branchenüblichen Sätzen liegen, bleiben den Mitarbeiter/innen des DHZB erhalten. Der vorliegende Tarifabschluss erkenne das Engagement der Beschäftigten wertschätzend an, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Meike Jäger.