Friseurhandwerk

Jetzt schneiden sie besser ab

Erste Tarifverträge werten den Beruf auf

Die bundesweite, bunte und unüberhörbare ver.di-Kampagne der Friseur-Azubis "Besser abschneiden" zeigt Wirkung: ver.di konnte in Schleswig-Holstein den ersten Tarifvertrag mit besserer Bezahlung für Auszubildende im Friseurhandwerk durchsetzen. Seit dem 1. Oktober bekommen sie in dem Bundesland im ersten Ausbildungsjahr 410 Euro, im zweiten 520 und im dritten 620 Euro. Ab August kommenden Jahres folgt eine weitere ­Erhöhung der Vergütungen. Das bedeutet, dass ein Friseur-Azubi in Schleswig-Holstein künftig in allen drei Jahren zusammen 1.600 Euro mehr bekommt als bisher.

ver.di fordert bundesweit für Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr mindestens 325 Euro pro Monat. In elf Bundesländern sollen - mit dem Druck der originellen Kampagne im Rücken - 10 bis 20 Prozent mehr Geld durchgesetzt werden.

Auch in NRW

Auf den guten norddeutschen Start für die Tarifverhandlungen in den Bundesländern folgte Anfang Oktober schon der zweite Abschluss, in Nordrhein-­Westfalen. Das Image des Ausbildungsberufs wird auch dort mit einer kräftigen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen aufgewertet. Rund 7.000 der bundesweit 23.000 Auszubildenden im Friseurhandwerk arbeiten in NRW. Ab Dezember dieses Jahres steigen ihre Vergütungen in zwei Schritten zwischen 16 und 9 Prozent. Darauf haben sich ver.di und der Friseur- und Kosmetikverband NRW, zu dem insgesamt 4.500 Mitgliedsbetriebe gehören, geeinigt.

Vereinbart wurde außerdem, Gespräche über die generelle Verbesserung der Eingruppierungen im Friseurhandwerk zu führen. CVZ