DGB München und Region

Kurswechsel in der Rentenpolitik

Wohnen, Gute Arbeit, Rente sind die Schwerpunkthemen

Erneut ist Simone Burger zur Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbunds, DGB, in München und Region gewählt worden. Sie hat das Amt seit März 2012 inne. Als Stellvertreter wurden ebenfalls wiedergewählt: Horst Lischka (1. Bevollmächtigter der IG Metall) und Heinrich Birner (Geschäftsführer ver.di München). Zum DGB-Kreisverband gehören die Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg, München-Land und München-Stadt mit über 100.000 Mitgliedern.

"Wohnen und Gute Arbeit werden auch in Zukunft Kernthemen der Gewerkschaften hier in der Region sein. Zwischen 30 und 40 Prozent des Einkommens geben die Beschäftigten im Durchschnitt in München für die Miete aus. Selbst immer mehr Facharbeiter können sich das nicht leisten. Dass die Preise für Miet- und Eigentumswohnungen fallen könnten, daran glaubt niemand", so die DGB-Vorsitzende Simone Burger. Und weiter: " Deshalb setzen wir uns für einen aktiven Mieterschutz ein, so muss zum Beispiel die Mietpreisbremse verschärft werden. Unternehmen müssen sich ihrer Verantwortung stellen und wieder Werkswohnungen anbieten."

Auch das Thema Rente bleibt im Fokus: In München verdienten Ende des vergangenen Jahres über 100.000 Beschäftigte (Vollzeit, ohne Ausbildung) weniger als 2.500 Euro brutto im Monat. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Ein Bruttoeinkommen oberhalb dieser Grenze ist jedoch notwendig, um nach 40 Beitragsjahren eine Rente über dem Grundsicherungsniveau zu bekommen, wenn das Rentenniveau, wie bislang politisch gewollt, weiter auf 43 Prozent sinkt. "Wir brauchen dringend einen Kurswechsel in der Rente. Das Rentenniveau darf nicht weiter sinken. Im Gegenteil: Es muss wieder steigen. Ansonsten sind breite Teile der Beschäftigten von sozialem Abstieg im Alter bedroht", warnt Simone Burger.

E.E.