Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

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das Union Busting, die massive Behinderung von Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit, greift weiter um sich. Mit Hilfe eigens darauf spezialisierter Anwaltskanzleien versuchen Arbeitgeber oftmals schon die Gründung eines Betriebsrats zu verhindern oder aber bereits amtierende Betriebsratsmitglieder aus dem Betrieb zu drängen. In der Celenus Klinik im thüringischen Bad Langensalza wurden zwei Kolleginnen unlängst mit fristloser Kündigung belegt. Es ist leider nicht der einzige Fall von Union Busting, der in dieser Ausgabe der ver.di publik nachzulesen ist. Berichte auf den Seiten 4, 5, und 6, Kommentar auf Seite 15.

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum wird immer bedrohlicher, vor allem in den größeren Städten. Die Mieten sind ungebremst in die Höhe geklettert – und ein Ende dieses gesellschaftlichen Skandals ist nicht in Sicht. Ehemals öffentliche Wohnungsbestände sind längst schon im Besitz internationaler Finanzkonzerne, und die wollen vor allem eines: Rendite. Auf Kosten der Mieter und all derer, die dringend eine Wohnung zu einer erschwinglichen Miete suchen. Die Geschichte der organisierten Katastrophe auf dem Wohnungsmarkt ist zu finden auf der Seite 9.

„Klemmbrettaktivisten“ werden sie genannt, die Hamburger ver.di-Seniorinnen und -Senioren, die bevorzugt bei Streik-Aktionen neue Mitglieder für ver.di werben. Denn auf ihren Touren haben sie jeder ein rotes Klemmbrett dabei, auf dem die Beitrittserklärungen stecken und auf dem sie auch gleich unterschrieben werden können. Über 70 neue Mitglieder haben unsere Klemmbrettaktivisten schon geworben. Und sie geben ihre Erfahrungen mit ihrem erfolgreichen Werbemodell auch gerne an andere ver.di-Seniorinnen und -Senioren weiter. Bericht auf Seite 16.

Die nächste ver.di publik erscheint Mitte Juli. Bis dahin Ihnen und Euch eine schöne Zeit!

Maria Kniesburges, Chefredakteurin der ver.di publik