Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Foto: RK

sie wurde mit Abmahnungen regelrecht überzogen, und das wegen „jeder Kleinigkeit“, wie eine Kollegin erzählt. Mona E., die Betriebsratsvorsitzende in der Würselner Filiale des Spielwarenkonzerns Toys R Us, heute Smyths Toys. Anfang Juli gab es abermals einen Termin vor dem Arbeitsgericht. Vor dem Gerichtsgebäude protestierten Kolleginnen und Unterstützer von Mona E., vorneweg die Aachener Initiative „aktion./.arbeitsunrecht“, die seit Jahren mit verschiedenen Aktionen gegen die Behinderung von Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit durch Arbeitgeber protestiert. So auch im vergangenen Dezember ebenfalls gegen Toys R Us in Würselen. Mit dabei war auch der „wahre Martin“ – und das hatte Folgen. Nachzulesen auf den Seiten 12 und 13.

Im Schnellverfahren hat die österreichische Regierung eine schwerwiegende Gesetzesänderung zur Arbeitszeit durchgepeitscht. Künftig soll es den 12-Stundentag und die 60-Stunden-woche geben. Im Vorfeld hatte es massive Proteste dagegen gegeben, an einer Großkundgebung nahmen rund 100.000 Menschen teil. Und auch eine „No-12-Stundentag-Königin“ gibt es schon. Die Gewerkschaften wollen nicht nachgeben und mobilisieren weiter. Bericht auf Seite 8.

Wie sie sich ihre Zukunft in der digitalisierten Arbeitswelt vorstellen, berichten sieben Mitglieder der ver.di Jugend auf den Seiten J4 und J5 im hinteren Teil der Zeitung. Und nicht nur das. In unserem Schwerpunkt Jugend geht es neben vielem anderen auch um die Forderung nach einer Mindestausbildungsvergütung, damit Auszubildende ihre Berufswünsche auch unabhängig von Zuschüssen und Unterhaltsleistungen der Eltern verwirklichen können. Im ersten Ausbildungsjahr sollen es 635 Euro sein. Mindestens, sagt die ver.di Jugend. Seiten J1 bis J5 und Seite J8.

Die nächste ver.di publik erscheint Anfang September. Bis dahin Ihnen und Euch eine schöne Sommerzeit!

Maria Kniesburges Chefredakteurin der ver.di publik