Upps...

Achtung Smombies!

Fotos: : Kay Herschelmann; Renate Kossmann (2); Schmidt / dpa – Bildfunk

Wohin das noch führen wird, ist gar nicht abzusehen. Schon vor zwei Jahren hat die Dekra Unfallforschung ermittelt, dass eine der Risiko­gruppen im Straßenverkehr in stetem Wachstum begriffen ist: die sogenannten Smombies. Also jene, die uns auf den belebtesten Straßen oder auch im hektischen Bahnhofsbetrieb begegnen und rein gar nichts von all dem mitkriegen, was um sie herum vorgeht, welche Gefahren lauern und wen sie womöglich behindern könnten. Weil sie auf ihr Smartphone starren und nirgends sonst hin. Mit oftmals bösen Folgen, für die Smombies und ihre arglosen und in diesem Fall auch meist wehrlosen Mitmenschen. Unversehens werden da Fußgänger angerempelt, auch von Kollisionen mit Autos wird berichtet, weil vom Lenkrad aus nicht abzusehen war, dass da jemand mit null Interesse am Straßengeschehen unterwegs ist. Aua, aua. In China, den USA, in Belgien und seit jüngstem auch in Litauen gibt es daher bereits gesonderte Gehwege für die Smombies, der Name ist übrigens eine Zusammensetzung aus Smartphone und Zombie. Und in Augsburg, so heißt es, hat man eigens Bodenampeln installiert, rote Lichter im Boden, damit ein Smombie nicht etwa eine Tramtrasse überquert, obwohl die Fußgänger-Ampel rot ist und die Tram gerade naht. Man mag es kaum glauben. Schlimm auch, wenn ein Smombie dem anderen im Wege steht, aber daran sind sie ja nun selber schuld. Schlimmer, wenn sie die Nicht-Smombies aufs Übeleste behindern. Indem sie zum Beispiel voll auf ihr Lieblingsspielzeug konzentriert in ganzer Breite die U-Bahn-Tür blockieren und dem Nicht-Smombie den Einstieg versperren. Gruselig auch jene vielen Smombies, die gerne einmal vollends unvermittelt auf einer überfüllten Bahnhofstreppe stoppen, und den Nicht-Smombie hinter ihnen wenn nicht gar ganz zu Fall bringen, so doch in schweren Schrecken versetzen. Und dies sind nur einige wenige der bösen Smombie-Geschichten. Trotzdem werden sie wohl auch dieses Jahr wieder in großer Zahl unter den Weihnachtsbäumen liegen, die heiß begehrten Smartphones. Das kann gefährlich werden. Also: Viel Glück im neuen Jahr!

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