Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

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wer heutzutage auf Wohnungssuche ist, hat es richtig schwer. Besonders in den großen Städten. Die Mieten steigen und steigen, die noch von der vorigen Bundesregierung installierte Mietpreisbremse hat ihre Wirkung verfehlt. Und es rächt sich die in den vergangenen Jahren erfolgte weiträumige Privatisierung öffentlicher Wohnungsbestände, der Verkauf öffentlichen Wohneigentums vor allem an international tätige Finanzkonzerne. Mit der Folge: Die Mieten steigen. Doch Wohnen muss bezahlbar sein. Gefordert sind endlich wirksame politische Maßnahmen, eine Wohnungspolitik im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung. Leitkommentar auf Seite 15.

Seit Monaten schon gehen sie zu Tausenden auf die Straße, die sogenannten Gelbwesten in Frankreich. Auslöser der Massenproteste war im letzten Herbst die angekündigte Erhöhung der Benzinsteuer. Die hat die Regierung Macron inzwischen zumindest ausgesetzt. Aber es geht um weit mehr. Die Gelbwesten protestieren gegen Kürzungspolitik, wollen die Erhöhung des Mindestlohns. Und sie halten durch, Woche für Woche. Für den 5. Februar haben sie zu einem Streiktag aufgerufen, zusammen mit den Gewerkschaften. Bericht auf Seite 8.

Die Zahlen sind kaum vorstellbar. In ihrem aktuellen Vermögens- und Armutsbericht meldet die Entwicklungshilfe-Organisation Oxfam, dass die Vermögen der Milliardäre im vergangenen Jahr weltweit abermals um 12,5 Prozent gewachsen sind, 2,2 Milliarden pro Tag. Die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ist dagegen noch ärmer geworden. Bericht auf Seite 10.

Er beginnt in Seattle, unser Reiseteil in dieser Ausgabe der ver.di publik. Dort gibt mittlerweile der weltweit größte Online-Händler Amazon den Ton an, nicht wie einst einmal eine Musikszene, zu der neben vielen anderen Ikonen auch Jimi Hendrix zählte. Nachzulesen auf den Seiten R1 bis R8.

Die nächste ver.di publik erscheint Mitte März. Bis dahin Ihnen und Euch eine gute Zeit!

Maria Kniesburges, Chefredakteurin der ver.di publik