Kurznachrichten

Dresdener Bäder wieder im TVöD

Dresden – Für die 107 Beschäftigten der Bäderbetriebe Dresden gilt seit dem 1. Januar 2019 wieder der Tarifvertrag für den öffentli​chen Dienst (TVöD). Bei der Überleitung wird ihnen die gesamte Beschäftigungs- und die Hälfte der Ausbildungszeit anerkannt. Das bedeutet Entgelt- steigerungen von bis zu 1.000 Euro pro Monat. Hinzu kommen 1.200 Euro Einmalzahlung für 2018 und 150 Euro jährlich nur für ver.di-Mitglieder. Die Dresdner Bäder GmbH betreibt 15 Bäder und zwei Badestellen in der sächsischen Landeshauptstadt. 2013 sind die Dresdner Bäder aus dem städtischen Sportstätten- und Bäderbetrieb ausgegliedert worden. So kam es zu einer Teilung der Beschäftigten. Für die Altbeschäftigten galten die Tarife des öffentlichen Dienstes nach. Für alle Neueingestellten, inzwischen 60 Prozent der Belegschaft, gab es keine Regelung. Jetzt werden die Stellen ordentlich nach TVöD entlohnt. Wie sie das geschafft haben? Sie haben sich zu 85 Prozent in ver.di organisiert, sagt Jonas Senftleben von ver.di.


Kieler Bäder 2021 wieder im TVöD

Schleswig-Holstein – Kaum hatte der ver.di-Bundesvorstand die Durchführung von Streiks in allen Bereichen der Bäder Schilksee und Hörnbad beschlossen, haben sich ver.di und die Geschäftsführung im Hörnbad auf einen Tarifvertrag geeinigt. Ab 1. Januar 2021 soll der Tarifvertrag für den öffentli​cher Dienst (TVöD) für die gesamte Kieler Bäder GmbH gelten, zu der neben den Schwimmhallen Schilksee und Hörnbad noch drei Frei- und zwei Strandbäder zählen. Die Aussicht auf den TVöD mit Übergangsregelungen bis 2021 gibt der gesamten Einrichtung Aufwind. „Es wird zukünftig einfacher, für das neue Bad dringend benötigtes Personal zu gewinnen“, so Daniel Bartels, Schwimmmeister bei den Bädern und Mitglied der Tarifkommission. ver.di hatte bereits in den Vorjahren Verbesserungen wie die Einführung von Wochenendzuschlägen, Nachtzuschlägen und zusätzlichen Urlaub für Wechselschicht durchgesetzt. Der große Sprung ist aber erst mit der vereinbarten Rückkehr in den TVöD gelungen.


Sozialplan für Marktkauf Plärrer

Bayern – Mit der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung und Co. KG gibt es jetzt eine Einigung über einen Interessenausgleich und Sozialplan beim Marktkauf Plärrer. Die Abfindungen steigen unter anderem bei zunehmender Betriebszugehörigkeit. Viele der Beschäftigten sind seit Jahrzehnten bei Plärrer. Hinzu kommen Beträge für Kinder, Sockelbeträge und weitere Beträge bei einer eventuellen Schwerbehinderung. Sollte es durch einen Wechsel innerhalb des Konzerns zu einer Herabgruppierung, beispielsweise durch Arbeitszeitreduzierung oder eine andere Tätigkeit kommen, wird die Gehaltsdifferenz für 24 Monate ausgeglichen, ebenso bei zusätzlichen Fahrtkosten. Der Betrieb vom Marktkauf Plärrer soll zum 30. Juni 2019 eingestellt werden. Der Arbeitgeber hat die Absicht erklärt, die Beschäftigten in Schwesterunternehmen zu vermitteln.


Engagierter Literat

Mittelfranken – Am 16. Januar 2019 hat die Regionalgruppe Mittelfranken im Verband deutscher Schriftsteller*innen in ver.di (VS) den 42-jährigen, mehrfach ausgezeichneten Schriftsteller Leonhard F. Seidl zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. In seiner neuen Funktion möchte er die Vernetzung der Schriftstelle­r*innen in der Metropolregion vorantreiben und den VS wieder stärker politisch positionieren. „In Zeiten, in denen Rassismus und Rechtsextremismus von Parlamenten aus, in den Köpfen und auf der Straße Freiheit und Unversehrtheit bedrohen, gilt es menschenverachtende Sprache und Bestrebungen zu entlarven und ihnen engagierte Literatur entgegenzusetzen“, so Seidl.