Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Foto: rk

sie war unsere Erste. Paula Thiede, die weltweit erste Vorsitzende eines kämpferischen Gewerkschaftsverbands, nämlich des „Verbandes der Buch- und Steindruckerei-Hilfsarbeiter und -Arbeiterinnen Deutschlands“. Eine der spannendsten Vorläuferorganisationen der Gewerkschaft ver.di. Ihr schon vorangegangen war die 1890 gegründete Frauengewerkschaft der Hilfsarbeiterinnen im Buchdruckgewerbe. 450 Frauen hatten sich darin zusammengeschlossen. Sie unterstützten den Kampf der Buchdrucker für den Neun-Stunden-Tag. Zum 100. Todestag von Paula Thiede erzählen wir in dieser Ausgabe der ver.di publik von nur einigen Stationen ihres streitbaren Lebens. Aber auch ein Buch über sie ist bereits im Druck. Titel: „Paula Thiede (1870 – 1919). Vom Arbeiterkind zur Gewerkschaftsvorsitzenden“. Autor ist der Historiker Uwe Fuhrmann. Und auch einen Film über Paula Thiede haben wir gedreht, anzuschauen bei ver.di TV. Der Text und alle Hinweise sind nachzulesen auf den Seiten G4 und G5.

Noch sitzen schwindelfreie Männer wie der Kollege Stefan Gritzmacher (und wenige Frauen) in den rundum verglasten Kabinen hoch oben auf den sogenannten Van Carriern im Containerhafen Bremerhaven und bewegen tausende von Containern in Zwischenlager und später dann auf die großen Überseeschiffe. Oder halt umgekehrt von Bord auf die riesigen Stapelplätze. Nur 25 Kilometer Luftlinie weiter entfernt läuft ein Experiment: In Wilhelmshaven sind seit kurzem vier fahrerlose Van Carrier im Einsatz, derzeit noch zu Forschungszwecken. Automatisierung und Digitalisierung. ver.di hat frühzeitig die Verhandlungen aufgenommen und einen „Tarifvertrag Zukunft“ abgeschlossen. Was genau darin geregelt ist und wie es auf dem Containerhafen in Bremerhaven zugeht, ist zu erfahren in unserer Reportage auf den Seiten 12 und 13.

Die nächste Ausgabe der ver.di publik erscheint Anfang Mai. Bis dahin Ihnen und Euch eine gute Zeit!

Maria Kniesburges, Chefredakteurin der ver.di publik