Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Foto: rk

der US-amerikanische Social-Media-Konzern „facebook“ lässt in Berlin ein Löschzentrum betreiben. Dort soll all das von der sogenannten „sozialen Plattform“ gelöscht werden, was ­absolut nicht mehr erträglich ist. In welcher Hinsicht auch immer. Die Beschäftigten, ganz überwiegend Migrantinnen und Migranten, arbeiten dort unter katastrophalen Arbeits­bedingungen und zu mickrigen ­Löhnen. Nachdem die verheerenden Zustände bei dieser psychisch schwer belastenden Arbeit endlich bekannt geworden waren, sah die Geschäftsleitung sich zu kleinen Neuerungen veranlasst. Nun gibt es Yogakurse und „Feelgood-Manager“. Unser ­Bericht auf Seite M1.

Um die Migrantinnen und Migranten, auch in unserer Gewerkschaft ver.di, geht es auch auf den darauffolgenden Seiten, M2 bis M5. Da ist nach­zulesen, wo Beratung und Hilfe zu ­finden sind, und welche Anlaufstellen für Migrantinnen und Migranten es in den Gewerkschaften gibt. Wir berichten über eine gemeinnüt­zige Organisation, die Geflüchteten digital einen kostenlosen Zugang zu Hochschul­bildung verschafft – und wir stellen ­eine Kollegin und einen Kollegen vor, die sich durch ihr besonderes Engagement auszeichnen.

In Berlin sammelt die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ Unterschriften für ein Volksbegehren. Und die nötigen Unterschriften sind schnell zusammengekommen. Denn der Zorn über die weit überteuerten Mieten in der Stadt ist groß. Und die Angst zu vieler Menschen vor dem Verlust der Mietwohnung wächst. Da muss etwas geschehen. Bericht auf Seite 9, Kommentar auf Seite 15.

Am 26. Mai stehen die Wahlen zum Europaparlament an. Wir haben uns dazu ein Quiz ausgedacht, das „Große Europa-Quiz“ mit vielen Fragen und vielen Ereignisfeldern. Viel Spaß bei der Lösung! zu finden ist das Quiz auf den Seiten 12 und 13.

Die nächste ver.di publik erscheint Mitte Juni. Bis dahin Ihnen uns Euch eine gute Zeit!

Maria Kniesburges, Chefredakteurin der ver.di publik