Bündel A

Gründungsvorstand gewählt

Vier ver.di-Fachbereiche bereiten sich auf ihre Fusion vor

Die vier ver.di-Fachbereiche Finanzdienstleistungen, Ver- und Entsorgung, Medien, Kunst und Industrie sowie ­Telekommunikation, Informationstechnologie, Datenverarbeitung wollen sich zusammenschließen. Darauf bereiten sie sich auch im Landesbezirk vor, auf ­Basis der Gründungsvereinbarung auf Bundesebene aus dem Jahr 2018.

Auf einem zweitägigen Treffen Mitte Mai  in Leipzig haben die Kolleg*innen, die von den vier Fachbereichen in den Gründungsvorstand des so genannten Bündel A entsandt wurden, ihre Vorgehensweise diskutiert und sich eine Geschäftsordnung gegeben. Sie werden die Arbeitsschwerpunkte und Verfahrensweisen diskutieren und jeweils in ­Arbeitsgruppen konkretisieren.

Die Diskussionen drehen sich um die Gestaltung der ehrenamtlichen Strukturen, besonders um den Ausbau der so genannten vierten Ebene, also der Orts­vereine und Fachbereiche, um die Festlegung der regionalen Standorte, um die Anzahl und Qualifizierung der Betreuungssekretär*innen, um das Zusammenwirken von kollektiver Betriebsarbeit und Mitgliederbetreuung und die Arbeit der Teams Beratung und Recht.

Immer wieder geht es in den Gesprächen auch um das Akzeptieren spezifischer Denk- und Handlungsweisen, das Finden von Gemeinsamkeiten und eines Leitmotivs für die künftige Arbeit und deren Strukturen. Es zeichnet sich ab, dass in nächster Zeit die Diskussionen um die Betreuungskonzepte  eine große Rolle spielen werden: Wer kommt in die Betriebe und Einrichtungen? Erfolgt die Betreuungsarbeit ausschließlich durch Ehrenamtliche für Ehrenamtliche und über die Callcenter?

Zum Vorsitzenden des Gründungsvorstands wurde Matthias Hörig gewählt. Der 45-Jährige ist Kommunikationselektroniker, bei der Telekom Privatkunden Vertriebs GmbH ist er mittlerweile freigestellter Betriebsrat.

„In den beiden Tagen haben wir uns im Gründungsvorstand ausgetauscht über die Arbeit in den jeweiligen vier Fachbereichen. Wir werden das Bündel A im Interesse unserer Mitglieder gestalten, wertschätzend miteinander umgehen und mit Engagement gute Lösungen ­suchen" , beschreibt Hörig die Ergebnisse des zweitägigen Treffens und die geplante Vorgehensweise des neuen Gründungsvorstands.