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anderes-sehen.de

Je früher blinde Kinder spezielle Techniken erlernen, ihre Umwelt wahrzunehmen, desto selbstbestimmter kommen sie im Alltag zurecht. Mit dieser Grundhaltung setzt sich der gemeinnützige Verein „Anderes Sehen“ dafür ein, blinde Kinder „fortschrittlich zu fördern“. Etwa mit der Klicksonar-­Methode: schon ab ein, zwei Jahren können Kinder er­lernen, ihr Gehirn darauf zu trainieren, aus den Echos selbst erzeugter Klackgeräusche eine räumliche Wahrnehmung zu erzeugen, die große, kleine und sich bewegende Dinge erkennt. Neben Klicksonar-Trainings unterstützt der Verein die Entwicklung eines Kinder-Langstocks, Bücher mit haptischen Elementen und Museen, die anfassbare Exponate realisieren. Die Webseite informiert außerdem umfassend darüber, wie man selbst als „Mobilitätsförderer“ aktiv werden kann und Chancengleichheit für blinde Kinder erreicht. Beispielsweise durch ­Leseförderungen und Braille-Schrift-Schulungen. Zudem gibt sie Tipps für Reisen, Ferien- und Freizeitaktivitäten und Feiern mit blinden Kindern, bietet weiterführende Adressen, Links und Literaturhinweise.    Henry Steinhau


evz.de/de/apps-und-publikationen/apps/app-ins-eu-ausland

Ob per Erasmus an einer Uni oder für ein freiwilliges soziales Jahr, eine Bildungsreise oder einen Arbeitsaufenthalt – für ­Jugendliche gibt es viele gute Gründe und Möglichkeiten, ein EU-Land anzusteuern. Und so einfach es durch viele Abkommen mittlerweile auch ist, sich ­innerhalb der EU zu bewegen, so wichtig ist es, sich vorab über nationale Gegebenheiten zu informieren. Etwa zu Krankenver­sicherungen, Steuern, Job­suchen, Zahlungsweisen oder Arbeits­verträgen. Genau solche Fragen beantwortet die sehr empfehlens- werte, weil leicht zugängliche und kompakte App (für Android- und iOS-Geräte) vom Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz. Anhand einer Europakarte wählt man zunächst eines von 15 erfassten ­Ländern aus. In den 12 Kategorien „Freizeit, Unterkunft, Transport, Notfall, Shoppen, Handy, Gesundheit, Finanzen, Umzug, Weiterbildung, Arbeiten, Kurioses“ findet man praktische Informationen, zentrale Begriffe sind in die Landessprache übersetzt. Eine Checkliste kann man individuell ergänzen. Die App funktioniert auch offline und berücksichtigt laut Anbieter auch den Schutz persönlicher Daten.    Henry Steinhau


naturefund.de/wissen/co2_rechner

Jede Flugreise bringt erheblichen CO₂-Ausstoß mit sich. Der belastet das Weltklima und vergrößert den eigenen CO₂-Fußabdruck. Aber wie groß ist er, und wie könnte man ihn verringern? Hier stehen sogenannte CO₂-Rechner zur Verfügung. Etwa der des ­Naturefund. Sein spezieller Ansatz ist ­dabei zu vermitteln, wie viel Bäume man als Ausgleich für einen einzelnen Flug pflanzen müsste. Hierbei fragt der Rechner auch ab, wie man heizt, wie viel Auto man fährt und wie man sich ernährt – wobei nur grobe Angaben möglich sind. Gleichwohl macht die plakative Umrechnung auf Bäume, die das CO₂ absorbieren, Sinn, denn sie sind eine wirksame Maßnahme. Die vergleichbaren CO₂-Rechner vom Umweltbundesamt gehen differenzierter vor, erlauben mehr und detailliertere Eingaben, etwa zu Haushaltsgeräten und Energieeffizienz. Für die etwas behördlichen Fragebögen braucht man allerding mehr Zeit.    Henry Steinhau