Kurznachrichten

Wer schwer arbeitet, stirbt früher

STUDIE I  – Wie die Lebenserwartung ab 65 Jahren mit dem Arbeitsleben zusammenhängt, untersucht derzeit das Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen. Demnach haben Frauen mit 65 Jahren eine höhere Lebenserwartung als gleichaltrige Männer. Auch Einkommen und Bildungsniveau hängen mit der Lebenserwartung zusammen. Die Studie zeigt, dass die Belastungen während des Arbeitslebens und die Anzahl der Berufsjahre langfristig die Lebenserwartung beeinflussen können. Menschen, die sehr hohen Arbeitsbelastungen ausgesetzt sind, sterben früher. Die Arbeitsbelastung beeinflusst also nicht nur das unmittelbare Wohlbefinden, sondern wirkt sich auch über die Erwerbsphase hinaus aus. „Damit bleiben die Reduzierung von Arbeitsbe­lastungen und die Förderung von menschengerechter Arbeit ein vordringliches Ziel“, heißt es in der Studie.


Wer gesund ist, führt besser

STUDIE II – Führungskräfte müssen viel leisten und ein verlässlicher Faktor für Unternehmen und Beschäftigte sein. Die Gesundheit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Erkenntnisse über das Wohlbefinden von Mitarbeiter*innen gibt es bereits viele. Wissenschaftler*innen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Koblenz-Landau wollten wissen, wie es um das Wohlbefinden von Führungskräften steht und wie sich das auf ihren Führungsstil auswirkt. Die Metastudie bestätigt die Annahmen des Forschungsteams, dass ein hohes Wohlbefinden mit konstruktivem Führungsverhalten in Zusammenhang steht. So wie gestresste, emotional erschöpfte und von Burnout bedrohte Vorgesetzte zu einem eher negativen Führungsstil neigen.


Wer ins Grüne geht, mindert Stress

Studie III – Das Natur Stress reduziert, ist bekannt. Allerdings ist die Bedeutung von Faktoren wie etwa der Dauer des Aufenthalts im Grünen, Häufigkeit und Art der Naturerfahrung bisher nicht gut untersucht. Forscher der Universität Michigan haben jetzt die Zusammenhänge zwischen der verbrachten Zeit in der Natur und Veränderungen in zwei messbaren Anzeichen für Stress, dem Stresshormon Cortisol im Speichel und dem Enzym Alphaamylase, untersucht Während der 8-wöchigen Studienphase sollten 36 Stadtbewohner*innen Zeit in der Natur verbringen, mindestens dreimal wöchentlich für 10 Minuten oder öfter und länger. Im Kontext eines normalen Alltags wurde das Stresslevel messbar durch Aufenthalte im Grünen gesenkt. Besonders Aufenthalte zwischen 20 und 30 Minuten zeigten gute Ergebnisse, mit deutlichem Absinken der Stressmarker.