Am diesjährigen Internationalen Frauentag finden gleichzeitig die bayerischen Kommunalwahlen statt. Ein deutliches Signal, Frauen mit der Wahlentscheidung zu stärken. Von Parität ist die Politik noch weit entfernt: Im Bundestag beträgt der Frauenanteil lediglich 32,4 Prozent, im Bayerischen Landtag nur 25,1 Prozent. Und auf der kommunalen Ebene sieht es nicht besser aus: Nur 23,2 Prozent der Stadt-, Kreis- und Gemeinderät*innen, nur 10 Prozent der Bürger- meister*innen und 9,9 Prozent der Landrät*innen sind weiblich. Kaum zu glauben, aber wahr: In den kreisfreien Städten Bayerns gibt es mehr Oberbürger- meister mit dem Vornamen Thomas als Oberbürgermeisterinnen.

Kumulieren und Panaschieren

Dabei bietet das bayerische Kommunalwahlrecht mit Kumulieren und Panaschieren wirkungsvolle Instrumente, um Frauen und Gewerkschafter*innen, die zur Wahl antreten, zu stärken. Kumulieren bedeutet, einer Person bis zu drei Stimmen zu geben. Dadurch rückt sie auf der Liste nach vorne und verbessert ihre Wahlchancen. Panaschieren ermöglicht es, Kandidat*innen aus verschiedenen Parteien auszuwählen und die Stimmen individuell zu verteilen. Beides lässt sich kombinieren: So können etwa drei Stimmen an Frau A (Liste X), zwei Stimmen an Frau B (Liste Y) und drei Stimmen an Frau C (Liste Z) vergeben werden. Wichtig ist, ausschließlich Kandidat*innen demokratischer Parteien zu wählen und nicht mehr Stimmen abzugeben als insgesamt erlaubt; die genaue Anzahl steht auf dem Stimmzettel.

DGB-Kampagne

Starke Städte und Gemeinden brauchen Menschen, die sich einmischen. Mit der Kampagne "Weil's hier um Dich geht" macht der DGB zur Kommunalwahl deutlich, was lebenswerte Kommunen ausmacht: Investitionen, die allen zugutekommen, eine zukunftsfähige Mobilität, eine verlässliche Gesundheitsversorgung und sichere Arbeitsplätze.

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Bündnis gegen Altersarmut

Altersarmut ist ein strukturelles Problem und betrifft vor allem Frauen. Hartnäckige Mythen wie "Das betrifft nur wenige" oder "Wer gearbeitet hat, ist abgesichert" verschleiern die Realität: Niedrige Löhne, Teilzeit, Minijobs und unterbrochene Erwerbsbiografien führen trotz jahrzehntelanger Arbeit zu Renten, die kaum zum Leben reichen. Mit Blick auf die Wahlen wird deutlich: Soziale Absicherung und der Kampf gegen Altersarmut sind auch Aufgaben der Kommunen – und erfordern politische Verantwortung. Mehr unter: buendnis-altersarmut.bayern

Wählen gehen! Demokratie stärken!