Besser lernen dank Mittagsschlaf

studie I – Bisher stand für Forschende fest, dass der Schlaf in der Nacht zur Erholung des Gehirns führt und die Lernfähigkeit steigert. Jetzt belegt eine Studie: Ein Mittagsschlaf hat fast dieselbe Wirkung. Das Forscherteam um Christoph Nissen, Schlafforscher und Professor für Psychiatrie am Universitätsklinikum Genf, konnte anhand von Messdaten nachweisen, dass ein Mittagsschlaf das Gehirn "aufräumt" und dadurch wieder aufnahmefähiger macht. Die Effekte bei einem kurzen Schlaf sind dabei ähnlich wie bei einem Schlaf in der Nacht.

Rauchen und Depressionen

studie II – Die NAKO Gesundheitsstudie hat einen Zusammenhang zwischen Zigarettenkonsum und Depressionen bestätigt. Rauchen erhöht das Risiko für Depressionen. Die Auswertungen zeigen, dass Depressionen über die Lebenszeit bei aktuellen und ehemaligen Raucherinnen und Rauchern häufiger auftreten als bei Nie-Rauchenden. Außerdem ließ sich eine Dosis-Wirkungs-Beziehung beobachten: Je mehr Zigaretten pro Tag geraucht wurden, desto stärker fielen die aktuellen depressiven Symptome aus. Ein späterer Rauchbeginn war mit einem späteren Auftreten der ersten Depression verbunden. Auch der Rauchstopp zeigte einen positiven Effekt: Je länger dieser zurücklag, desto länger lag die letzte depressive Episode in der Regel zurück. Die NAKO Gesundheitsstudie ist die größte Langzeit-Bevölkerungsstudie in Deutschland. In 18 Studienzentren werden seit 2014 über 200.000 zufällig ausgewählte Personen medizinisch untersucht und nach ihren Lebensgewohnheiten befragt.

Verzicht voll beliebt

stUDIE III– Fasten bleibt vor allem bei jungen Menschen in Deutschland beliebt. 85 Prozent der unter 30-Jährigen finden den bewussten Verzicht auf Genussmittel und Konsumgüter sinnvoll. Die Zustimmungswerte in der Altersgruppe steigt seit Jahren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit. Für insgesamt 70 Prozent aller Befragten ist Fasten gut für die Gesundheit. Wer fastet, verzichtet in erster Linie auf Alkohol, Süßigkeiten und Fleisch. 37 Prozent der Menschen in Deutschland würden darüber hinaus den Fernsehkonsum einschränken und gut ein Viertel auf das Smartphone und Internet verzichten (27 Prozent).

Arbeit mit Folgen

Ausstellung – Die Geschichte der Berufskrankheiten reicht lange zurück. Vor über 100 Jahren wurde erstmals offiziell anerkannt, dass manche Krankheiten von der Arbeit verursacht werden. Das hieß: Die Betroffenen erhielten eine Behandlung und – wenn das nicht half – eine Rente. Aber was genau ist eine Berufskrankheit? Wer entscheidet darüber? Wie kommt man an die Leistungen der Versicherung? Und wie kann man solche Krankheiten verhindern?

Die DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund – die ständige bildungsaktive Einrichtung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin – hat dazu eine kleine Studio-Ausstellung erstellt, die knapp erklärt, wie Beschäftigte und Betroffene sich schützen können und was zu tun ist, wenn der Verdacht auf eine Berufskrankheit besteht. Die Sonderausstellung läuft noch bis zum 17. Mai 2026.

dasa-dortmund.de