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Shoah Content

shoahstories.video/de – Die Gräuel und Verbrechen der Nationalsozialisten mit Millionen Opfern in Vernichtungslagern und Ghettos dürfen nicht vergessen werden, damit sie sich nicht wiederholen können. Um junge Zielgruppen an die Arbeit von Gedenkstätten, Museen und zivilgesellschaftlichen Organisationen heranzuführen, setzt die Webseite Shoahstories nun auch auf ein Vermittlungsformat, das insbesondere bei Jugendlichen beliebt und weit verbreitet sind: Kurzvideos im TikTok-Stil, also im Hochkantformat, oft mit direkter Ansprache einer Person. Schon jetzt sind hunderte thematisch passende Videos aus vielen Ländern und historisch relevanten Orten verfügbar. Mal befinden sich die Präsentatorinnen und "Content Creators" in einer Gedenkstätte und erläutern, was dort einst geschehen ist, mal sprechen sie mit jugendlichen Besuchern. In weiteren Videos kommen Zeitzeugen zu Wort, Holocaust-Überlebende, die ihre Erinnerungen an Gefangenschaft schildern. Mitunter in Englisch, oft wird das Gesagte zusätzlich untertitelt. Zudem führen Links zu weiteren Videos oder Webseiten derselben Anbieter. Shoahstories ist übersichtlich und ansprechend aufgebaut und eignet sich sehr gut als Anlauf- und Ausgangspunkt. Henry Steinhau

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Argumentationshilfe

steady.page/de/wie-rechte-reden/about – Rechte Gruppierungen, Parteien und Organisationen agieren in medialen Räumen gezielt und offensiv, um ihre Ideologien zu verbreiten und den öffentlichen Diskurs zu verschieben. Dass sie dabei oft mit falschen Behauptungen, polarisierenden Aussagen, Desinformationen und verdrehten Tatsachen vorgehen, ist nichts Neues – erreicht jedoch immer mehr Menschen. Grund ­genug für die Macher des wöchentlich erscheinenden Newsletters „Wie Rechte reden“, sich damit intensiv und konstruktiv mit auseinanderzusetzen. Etwa, wenn es um das Für und Wider einer vermeintlich notwendigen „Bürgerwehr“ geht oder um rechte Argumentationsmuster zum Thema Nationalismus. In ihrem Newsletter legen sie die Ideologien dahinter frei und zeigen zugleich Wege und Argumente auf, um darauf zu reagieren. Sie führen ausführliche ­Interviews, empfehlen weitergehende Lektüre und geben Tipps für Gespräche mit Menschen, bei denen rechtes Gedankengut schon verfangen hat. Der empfehlenswerte Newsletter ist probeweise kostenlos erhältlich, ein Abonnement kostet 6, 10 oder 15 Euro monatlich. Henry Steinhau

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Wie viele bin ich?

geogen.stoepel.net/index.html – Wie verbreitet ist Ihr Nachname in Deutschland – und in welchen geografischen Regionen und Städten? Dies ist die Ausgangsfrage, auf die man von der Webseite Geogen eine visualisierte ­Antwort erhält. Nach Eingabe eines beliebigen Nachnamens in das Suchfeld wachsen auf der zweidimensional dargestellten Deutschlandkarte überall dort Säulen empor, wo Menschen mit diesem Namen wohnen oder gemeldet sind. Die Darstellung basiert auf „Clustern“, also Häufungen, und weder die exakte Anzahl pro Ort noch die genaue geografische Position werden mitgeteilt. Das System meldet lediglich, wie oft der Name insgesamt und in wie ­vielen Clustern er vorkommt – und auf ­welchem Platz in der Rangliste der häufigsten Nachnamen er steht. So gesehen lässt sich diese Webseite als reine Daten-Spielerei oder Augenfutter abtun, sie macht aber trotzdem Spaß. Mehr noch: Mitunter ist es sehr aufschlussreich zu erfahren, in welcher ­Region ein Name besonders häufig oder eben überhaupt nicht angesiedelt ist. Für so manche könnte es der Einstieg sein in die Ahnenforschung oder in anderweitig motivierte Namens­recherchen. Henry Steinhau