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Dito

"Dito!" bedeutet "ebenso", und hier wollen wir genau das Gleiche aufschreiben wie die anderen. Das bringt Siegpunkte. Wir haben unser eigenes, 3 x 3 Felder großes Spieltableau und gemeinsam eine von 400 Kategorien. Zu dieser notieren wir in drei beliebigen Feldern Assoziationen. Zum Schluss gibt's noch Sonderpunkte für Wörter, die genau eine andere Person gewählt hat und für bestimmte Wortanordnungen. "Dito!" erinnert an Stadt-Land-Fluss, und die vertraute Kategorie "Flüsse" ist tatsächlich dabei, auch "Seen", "Berge" und sowas wie "Pizzasorten" und "Das feiert man". Andere Kategorien überraschen uns: Berufe, die es in den 90er Jahren noch nicht gab; weibliche Politiker*innen; in diesen Unternehmen will man nicht arbeiten; Hobbies für Reiche; Wörter, die den US-Präsidenten beschreiben. So lassen wir uns gedanklich auf ungewöhnliche Themen ein, überlegen, was vielleicht anderen einfallen könnte und haben viel Spaß bei der Auswertung. Das alles macht Dito! zu einem so spannenden Wortspiel, dass es die Jury "Spiel des Jahres" zum "Spiel des Jahres 2026" kürte. Iris Treiber

Dito!, Wort- und Kommunikationsspiel von Martin Ang, Game Factory, 3–7 Personen, ab 10 Jahren, ca. 28 €

Wilmot's Warehouse

Im Lager von Wilmot's Warehouse verstauen wir von Montag bis Freitag täglich sieben Waren. Das Lager ist ein Spielplan mit 7 x 7 Feldern, die Waren sind 150 quadratische Kärtchen mit abstrakten Grafiken.

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Bevor wir ein Plättchen verdeckt ablegen, besprechen wir genau, wie wir die Zeichnung deuten. Sehen wir, etwa, die zwei schwarzen Tropfen als Augen? Dann legen wir sie vielleicht neben die von uns als Brille definierte rot-blaue Acht. Sind sie Tropfen für uns, packen wir sie eventuell neben einen Becher in Form einer gelb-weißen Fläche. Am Samstag kommen die Kunden, auch sie auf Kärtchen mit den gleichen Motiven, und wollen ihre bestimmte Ware kaufen. Nun diskutieren wir, wo wir diese wohl abgelegt haben. Je mehr wir wiederfinden, umso besser waren wir gemeinsam. Wilmot's Warehouse ist ein schön gestaltetes, spannendes, lustiges Merkspiel. Das ganz Besondere ist, dass wir wie nebenbei Spaß daran haben, Kompromisse zu schließen. Die Jury "Spiel des Jahres" empfiehlt das Spiel.

Iris Treiber

Wilmot's Warehouse, kooperatives Merkspiel von David King, Ricky Haggett und Richard Hogg, CMYK/Asmodee, 2–6 Personen, ab 8 Jahren, ca. 32 €

Moon Colony Bloodbath

In unserer Mondkolonie wird es ein Blutbad geben, das wissen wir von Anfang an. Es gewinnt, wer zum Schluss noch die meisten Menschen hat.

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Die Kolonien bestehen aus einzelnen Gebäuden auf Gebäudekarten, sie erlauben uns Aktionen und bieten einer bestimmten Anzahl Menschen Schutz. Können wir nicht mehr alle ernähren, verlieren wir auch Gebäude. Gesteuert wird das durch Rundenkarten, die wir nach und nach als gemeinsames Deck aufbauen. Wenige Rundenkarten bringen Nahrung, Geld oder Gebäude, viele bringen Roboter. Die sind in der Regel für immer mehr Menschen tödlich. So gehen unser Besitz und unsere Leben und alles, was uns Sicherheit zu geben schien, verloren. Moon Colony Bloodbath ist unglaublich beeindruckend und bedrückend. Während wir versuchen, für uns selbst einen klitzekleinen Vorteil zu erhaschen, geht um uns herum alles kaputt. Ist das zynisch? Nun, schauen wir uns in der Welt um… Moon Colony Bloodbath wurde zum "Kennerspiel des Jahres 2026" nominiert.

Iris Treiber

Moon Colony Bloodbath, Deckbau-Strategiespiel von Donald X. Vaccarino, Alea, 1–5 Personen, ab 14 Jahren, ca. 50 €