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Prüft das!

pruef-demos.de – Die Meinungen, ob gegen die AfD ein Parteiverbotsverfahren eingeleitet werden sollte, gehen in der Politik und in der Gesellschaft auseinander – bundesweit ebenso wie in den Ländern. Vor rund einem Jahr gründete sich unter dem Namen PRÜF eine Bürger*innen-Initiative, die sich dafür einsetzt, dass die Justiz zumindest den erforderlichen Schritt davor veranlasst: "Wir haben nur eine Forderung: Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden", erklären die Aktivist*innen dazu auf ihrer Webseite. Den Antrag auf eine solche Prüfung kann sowohl der Bundestag beschließen – dort gibt es derzeit keine Mehrheit dafür – als auch der Bundesrat. Darin sind alle Landesregierungen vertreten und dort würde eine Mehrheit von 35 der insgesamt 69 Stimmen genügen, um den Antrag auf Prüfung zu verabschieden. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, rufen die Macher*innen und Unterstützer*innen seit November letzten Jahres zu regelmäßigen Demonstrationen auf, die jeweils am 2. Samstag des Monats in mittlerweile 13 Landeshauptstädten stattfinden. Die nächsten also am 13. Juni. Henry Steinhau

Wasser marsch!

watrify.de – Öffentlich zugängliche Trinkwasserspender und Trinkbrunnen sind ein wahrer Segen, insbesondere an heißen Tagen. Dort können Besucher*innen und Bewohner*innen ihren Durst löschen, Trinkflaschen auffüllen oder auch potentiell erfrischende Begegnungen erleben. Solche öffentlichen Wasserstellen gibt es in vielen Städten und Orten – aber wo stehen sie? Hier hilft Watrify, sowohl als Webseite wie auch als App für Smartphones und Tablets. Auf einer digitalen Karte sind die exakten Standorte der Wasserspender und Brunnen verzeichnet. Und das nicht nur für Deutschland, sondern fast ganz Europa, insgesamt wohl – laut Angaben des Betreibers – rund 250.000. Wobei die Angaben ohne Gewähr sind und bei manchen darauf zu achten ist, ob an der Anlage darauf hingewiesen wird, dass es Trinkwasser ist. Als Datengrundlagen des ehrenamtlich betriebenen, kostenlosen und werbefreien Services dienen die offene und ebenfalls kostenfrei nutzbare OpenStreetMap sowie kommunale OpenData-Portale. Das Mitmachen ist willkommen: Man kann noch nicht erfasste oder nicht mehr intakte Standorte melden sowie Fotos der jeweiligen Stelle einreichen. Henry Steinhau

Private Prompts

privateprompts.org – Online-Dienste, die auf Basis von KI funktionieren, können nützlich sein. Etwa um Anschreiben zu erstellen, ob für berufliche, private oder ehrenamtliche Zwecke. Doch die beliebtesten Werkzeuge, also Chatbots, wie Chat GPT, Gemini oder Claude, stammen von BigTech-Unternehmen aus den USA. Sie verarbeiten die Daten auf ihren Servern und nutzen sie auch für die Weiterentwicklung ihrer Produkte. Daher ist besondere Vorsicht geboten, wenn man den Systemen persönliche, private oder personenbezogene Daten eingibt: Diese könnten womöglich anderweitig wieder ausgegeben werden. Das will der Dienst Private Prompts verhindern. In wenigen Schritten lassen sich in den Vorlagen, die man dem KI-System übergeben will, sensible Daten schützen: Namen, Adressen, Geburtsdaten oder ähnliches werden durch Platzhalterdaten ersetzt und danach – also nach Nutzung durch die KI – wieder in ihre Originale zurück verwandelt. Das ist so simpel wie clever. Zwar kann es anfangs ein bisschen Aufmerksamkeit und Zeit erfordern, das digitale Tarnkappensystem zu konfigurieren. Insgesamt überzeugt der kostenlose Dienst durch einfache Handhabung und hilfreiche Erläuterungen.

Henry Steinhau

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