Steueroasen sind Orte, in denen es viel mehr Briefkästen als Einwohner gibt. Dahinter verstecken dem Gemeinwohl abgeneigte Unternehmen und Einzelverdiener ihre Scheinfirmen ohne Beschäftigte. So schützen die Super-Reichen ihr Geld vor dem Zugriff der für sie so lästigen Finanzämter. Weltweit lagern dort bis zu 32 Billionen US-Dollar, die - der Allgemeinheit entzogen - bei der Bildung fehlen, beim Gesundheitswesen und auch bei der Sicherheit. Die Fotograf/innen Paolo Woods und Gabriele Galimberti haben sich in diese Parallelwelt aufgemacht und zeigen in ihren Bildern Eindrücke aus Paradiesen für Steuerflüchtige wie den Cayman Inseln, Luxemburg und den Niederlanden, aus der Noch-Finanzmetropole London bis hin zu den Britischen Jungferninseln.

Die Ausstellung im Berliner f3 - Freiraum für Fotografie läuft bis zum 17. Juni 2018 und bietet ein Begleitprogramm aus Dokufilm und einem Künstlergespräch sowie Kuratorinnenführungen. Alle Infos unter www.fhochdrei.org.

f3, Waldemarstr. 17, 10179 Berlin, Eintritt 5 €