Ausgabe 02/2026
"Ein wirklich gutes Ergebnis"
ver.di hat sich mit der Autobahn GmbH des Bundes auf ein Tarifergebnis geeinigt. Für rund 14.000 Beschäftigte steigen die Löhne und Gehälter in drei Stufen: 3,4 Prozent zum 1. Mai 2026, mindestens aber 150 Euro, 2,4 Prozent zum 1. Januar 2027, mindestens aber 120 Euro und 2 Prozent zum 1. Januar 2028, mindestens 90 Euro. Da sich die Mindestbeträge in den unteren Lohngruppen prozentual stärker auswirken, liegt das Gesamtvolumen der Tabellenerhöhung bei 8,74 Prozent. Zudem werden die Schicht- und Wechselschicht-Zulagen deutlich erhöht und an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes des Bundes angepasst.
Stufe 2 für fertige Auszubildende
Die Zulagen steigen kräftig: Schichtdienst von 40 auf 100 Euro, Wechselschicht von 105 auf 200 Euro monatlich. Ab 2027 werden diese Zuschläge dynamisiert, steigen also bei künftigen Tariferhöhungen prozentual mit. Nachwuchskräfte erhalten zum 1. Mai 2026 eine monatliche Erhöhung von 75 Euro, zum 1. Januar 2027 weitere 50 Euro sowie zum 1. Januar 2028 eine dritte Erhöhung um 2 Prozent. Die Übernahme der Auszubildenden erfolgt künftig direkt in Stufe 2 der jeweiligen Entgeltgruppe – sie steigen also mit einem höheren Gehalt ein.
Die ver.di-Vizevorsitzende Christine Behle spricht von einem "wirklich guten Ergebnis, das sich die Beschäftigten selbst erkämpft haben" und betont die Bedeutung des Abschlusses angesichts von Personalmangel und Milliardeninvestitionen. Der Abschluss sei wichtig, um Fachkräfte zu halten und neue anzuziehen. Die Kopplung der Autobahn GmbH an die Tarifentwicklung im TVöD bleibt ebenfalls erhalten – die Arbeitgeberseite hatte das zwischenzeitlich in Frage gestellt. Kritisch sieht die Gewerkschaft die lange Laufzeit von 26 Monaten. Diese sei aus Sicht der Gewerkschaft ein schwieriger Kompromiss, erklärte Behle.
Die Mitglieder haben dem Ergebnis Ende März zugestimmt. Aktuelles unter: Autobahn GmbH