09_bayern_JAV_Konferenz_2025.jpg
Gute Stimmung bei der bundesweiten JAV-Konferenz 2025Foto: ver.di Bayern

Für viele junge Menschen in Bayern beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt. Mit dem ersten Ausbildungstag starten sie ins Berufsleben – voller Erwartungen, aber oft auch mit vielen Fragen. Bekomme ich genug Ausbildungsvergütung? Wie komme ich jeden Tag zur Berufsschule? Und: Kann ich mir überhaupt eine Wohnung leisten, wenn ich für die Ausbildung umziehen muss?

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind derzeit so gut wie lange nicht mehr. Viele Betriebe suchen dringend Nachwuchs, gleichzeitig bleiben Ausbildungsstellen unbesetzt. Trotzdem gelingt nicht allen Schulabgänger*innen der Einstieg. Gerade im ländlichen Raum fehlen passende Ausbildungsangebote oder eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. In den Ballungsräumen ist dagegen häufig der Wohnungsmarkt das größte Hindernis.

Wer für die Ausbildung zum Beispiel nach München zieht, weiß schnell: Selbst mit einer tariflichen Ausbildungsvergütung ist eine bezahlbare Wohnung kaum zu finden. Genau deshalb hat die DGB-Jugend München mit der Landeshauptstadt das Azubiwerk München auf den Weg gebracht. Entstanden sind moderne, bezahlbare und gemeinschaftlich organisierte Wohnheime speziell für Auszubildende – ein Beispiel dafür, dass gewerkschaftliches Engagement ganz konkrete Verbesserungen schaffen kann.

Auch bei der Mobilität hat der Druck der Gewerkschaftsjugend Wirkung gezeigt. Seit Jahren fordert die DGB-Jugend Bayern ein bezahlbares Azubi-Ticket für alle. Mit dem bayerischen Ermäßigungsticket wurde ein wichtiger Schritt erreicht. Aus Sicht der Gewerkschaftsjugend reicht das aber noch nicht aus. Mobilität darf nicht vom Geldbeutel abhängen – gerade für junge Menschen in Ausbildung nicht. Deshalb setzt sich die DGB-Jugend weiterhin für eine noch stärkere Entlastung von Auszubildenden ein.

Dass sich Ausbildungsbedingungen verbessern, ist kein Zufall. Höhere Ausbildungsvergütungen, tarifliche Sonderzahlungen oder die Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung wurden in vielen Branchen durch starke Tarifverträge erkämpft. Ohne die Tarifkraft der Gewerkschaften gäbe es diese Fortschritte nicht.

Doch gute Ausbildung bedeutet mehr als Geld. Ehrenamtliche Jugendvertreter*innen von ver.di und dem DGB bringen die Interessen junger Beschäftigter in Berufsbildungsausschüssen der Kammern, in Berufsschulgremien und gegenüber der Politik ein. Sie setzen sich für moderne Berufsschulen, qualifizierte Ausbilder*innen, faire Prüfungen und eine hohe Ausbildungsqualität ein.

"Ich bin in der ver.di Jugend aktiv, weil ich nicht nur möchte, dass meine Ausbildung gut läuft – ich möchte, dass alle Azubis faire Bedingungen haben. Gemeinsam können wir viel mehr erreichen als allein", sagt Julia, ehrenamtlich aktiv in der ver.di Jugend Bayern.

Auch im Alltag ist die ver.di Jugend an der Seite der Auszubildenden. Ob Fragen zum Ausbildungsvertrag, Probleme mit Überstunden oder ausbildungsfremden Tätigkeiten oder Unterstützung vor Prüfungen – Mitglieder erhalten Beratung und Rechtsschutz. Gleichzeitig bieten die Jugendaktivenkreise vor Ort die Möglichkeit, andere junge Menschen kennenzulernen, sich einzumischen und gemeinsam für bessere Ausbildungsbedingungen aktiv zu werden.

Wer Lust hat mitzumachen, findet Informationen zu den Jugendaktivenkreisen, Veranstaltungen und Aktionen auf den Social-Media-Kanälen der ver.di Jugend Bayern sowie auf der Website der ver.di Jugend. Denn gute Ausbildung entsteht dort, wo junge Menschen ihre Interessen gemeinsam vertreten – solidarisch, laut und organisiert.

jugend.verdi.de