Die Bundesregierung will Kürzungen bei Rente, Gesundheit und Pflege durchsetzen – und Arbeitgeber fordern längere Arbeitszeiten. Doch die Gewerkschaften lassen das nicht zu! Der Sozialstaat ist kein Luxus, sondern das Fundament unserer Gesellschaft. Er schützt vor Armut, sichert die Rente und garantiert gute Pflege. 79 Prozent der Bevölkerung sagen laut der DGB-Erhebung "Sozialstaatsradar": Ohne starken Sozialstaat zerbricht der Zusammenhalt.

Jetzt geht es um alles: Am 26. September mobilisiert der DGB nach Nürnberg und zeigt Flagge für soziale Gerechtigkeit, gute Arbeit und gegen Sozialabbau. Jede Stimme zählt – sei dabei!

Die Beschäftigten in Bayern sind alarmiert: Mit den Kürzungsplänen der Bundesregierung drohen massive Verschlechterungen bei Rente, Gesundheitsversorgung und Arbeitszeiten. ver.di und die Bayerische Krankenhausgesellschaft warnen vor massiven Einschnitten: "Die Ausweitung der täglichen Höchstarbeitszeit, mögliche Kürzungen der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und erschwerte Krankschreibungen sind direkte Angriffe auf unsere Rechte und unsere Gesundheit."

"Reformen ja – aber kein Sozialabbau!"

Der DGB stellt klar: Notwendig sind Reformen, die den Sozialstaat stärken, nicht schwächen. Er fordert eine Rente, die zum Leben reicht, eine Gesundheitsversorgung für alle sowie Arbeitszeiten, die Gesundheit, Familie und Freizeit schützen. "Der Sozialstaat ist kein Luxus, sondern das Fundament unserer Gesellschaft", betont der DGB Bayern. Laut "Sozialstaatsradar" sprechen sich 73 Prozent der Befragten für eine stärkere Besteuerung von Vermögen aus, und 95 Prozent halten eine menschenwürdige Pflege für unverzichtbar. Trotz anhaltender Desinformationskampagnen wäre die Mehrheit sogar bereit, höhere Beiträge zu zahlen – wenn dadurch die eigene Rente steigt.

Der DGB benennt fünf Forderungen:

  1. Starke, solidarisch finanzierte soziale Sicherungssysteme – für alle, nicht nur für wenige
  2. Handlungsfähiger Sozialstaat in Bund, Land und Kommune – mit ausreichend Personal und Ressourcen
  3. Gute Arbeit und soziale Absicherung – faire Löhne, sichere Jobs und Schutz vor Ausbeutung
  4. Armut wirksam bekämpfen und Teilhabe fördern – damit niemand abgehängt wird
  5. Klimaschutz mit sozialer Sicherheit verbinden – der ökologische Wandel darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.

Vertrauensleute, Betriebs- und Personalräte sowie aktive Kolleg*innen aus Bayern und dem gesamten Bundesgebiet sind aufgerufen, sich zu vernetzen. Der DGB Bayern stellt in den kommenden Wochen Materialien und Argumente bereit. "Je früher wir gemeinsam beginnen, desto stärker wird unser Auftritt", heißt es aus dem DGB-Aufruf.

Unüberhörbares Signal

Die Großkundgebung am 26. September in Nürnberg soll ein unüberhörbares Signal setzen: Beschäftigte akzeptieren nicht, dass soziale Sicherheit Stück für Stück infrage gestellt wird. Halte dir den Termin frei – sei dabei! Zeig Flagge für Solidarität und soziale Gerechtigkeit. Weitere Infos vor Ort in den Regionsgeschäftsstellen des DGB und der ver.di-Bezirke in Bayern.