Ausgabe 04/2026
ver.di lohnt sich
Erste Abschlüsse
Groß- und Außenhandel – Im Groß- und Außenhandel haben sich ver.di und die Arbeitgeber nach Bayern auch in Nordrhein-Westfalen auf einen Tarifabschluss in der laufenden Tarifrunde geeinigt. Die Entgelte steigen in beiden Tarifgebieten in zwei Stufen um insgesamt 5 Prozent, die Ausbildungsvergütungen werden überproportional erhöht. ver.di wertet die Einigungen als Signal für die weiteren Tarifgebiete im Groß- und Außenhandel sowie für den Einzelhandel. Dort dauern die Tarifauseinandersetzungen an. In mehreren Tarifgebieten laufen die Verhandlungen weiter, nachdem Arbeitgeber zuletzt bereits vereinbarte Termine abgesagt hatten.
Mehr beim BR
ARD-Tarifrunde – Bei den ARD-Tarifverhandlungen hat sich der Bayrische Rundfunk (BR) mit ver.di auf einen Abschluss verständigt: Entgelterhöhungen von 1,23 Prozent zum 1. Februar 2026, 2,5 Prozent zum 1. April 2027 sowie bis zu 2 Prozent zum 1. April 2028, dazu strukturelle Verbesserungen und ein Maßnahmenpaket für den journalistischen und technischen Nachwuchs. Bei WDR, NDR und SWR laufen die Verhandlungen weiter; ver.di hält an ihrer Forderung fest: 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr.
Nachgezogen
CinemaxX – Nach UCI und CineStar hat ver.di auch bei CinemaxX einen Tarifabschluss erzielt. In der dritten Verhandlungsrunde am 14. Juli 2026 wurde eine Steigerung der Gehälter zum 1. August 2026 in drei Stufen um durchschnittlich 10,3 Prozent vereinbart, zudem wurde der Entgeltrahmentarifvertrag neu geregelt. Laufzeit: 24 Monate bis zum 31. Mai 2028.
Abgesichert
Postbank – Nach vier Verhandlungsrunden haben sich ver.di und die Arbeitgeber auf ein Ergebnis für rund 9.000 Beschäftigte der Bereiche Postbank/PCC Services und Postbank Filialvertrieb verständigt. Die Gehälter steigen zum 1. Juli 2026 um 175 Euro monatlich (durchschnittlich 4,5 Prozent), zum 1. Juli 2027 folgen weitere 2,9 Prozent. Der Kündigungsschutz wird bis Ende 2028 verlängert, das Filial- und Beratungscenternetz bleibt gesichert. Laufzeit: 28 Monate.
Verbessert
Anne Frank Zentrum – ver.di und das Anne Frank Zentrum haben sich auf Eckpunkte für einen neuen Haustarifvertrag verständigt: strukturelle Anpassung der Entgeltstufen an den TV-L, Perspektive auf betriebliche Altersversorgung nach öffentlichem Dienst, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bis zu zwei Wochen Remote-Arbeit im Jahr sowie verbesserte Kündigungsregelungen. Für freie Mitarbeitende steigen die Honorare ab 1. Januar 2027 um 17 Prozent.
Einigung erzielt
Vivantes-Töchter – Nach mehr als 60 Tagen Erzwingungsstreik haben sich ver.di und Vivantes auf ein Eckpunktepapier verständigt. Die Entgelttabellen werden bis Juli 2031 stufenweise auf 100 Prozent des TVöD-Niveaus angehoben. Rückwirkend zum 1. Januar 2026 steigen die Entgelte um rund 4 Prozent, zum 1. Mai 2026 um weitere 2,8 Prozent. Die Arbeitszeit sinkt zum 1. Dezember 2030 bei vollem Lohnausgleich von 39 auf 38,5 Stunden. Laufzeit bis 31. Dezember 2031.