Ausgabe 03/2026
Aus den Branchen
Mehr als den Anschluss erreicht
TVL Hessen – In der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder hat Hessen separat erfolgreich verhandelt. Dem Ergebnis nach wird das Gehalt in zwei Schritten erhöht. Ab dem 1. Juli 2026 gibt es 3 Prozent mehr Geld, mindestens aber 110 Euro. Ab dem 1. Oktober 2027 steigt das Gehalt dann noch einmal um 2,8 Prozent. Auszubildende erhalten einmal 80 und einmal 70 Euro zu den gleichen Terminen. Die bisherige Regelung, Auszubildende nach Abschluss der Ausbildung unbefristet zu übernehmen, wird fortgeschrieben. Der Notenbezug (Note 3) bleibt erhalten. Auch das Landesticket bleibt. Das Land hat zugesagt, die Tarifeinigung eins zu eins auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 25 Monate bis zum 29. Februar 2028.
"Mit der Tarifeinigung halten wir nicht nur Anschluss an die anderen Tarifergebnisse im öffentlichen Dienst bei den übrigen Bundesländern sowie dem Bund und den Kommunen. Die Entgeltsteigerungen hier in Hessen sind sogar besser als die in den anderen Ländern, weil beispielsweise die dreiprozentige Erhöhung als erstes kommt und dann erst die 2,8 Prozent aufsetzen. Damit hebt sich der Tarifvertrag positiv ab", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle.
Nicht gelungen ist es, die studentisch Beschäftigten in den Tarifvertrag aufzunehmen. Die schuldrechtliche Vereinbarung aus dem vorigen Tarifvertrag wird aber fortgeschrieben. Das Stundenentgelt der studentisch Beschäftigten erhöht sich zum 1. Oktober 2026 auf 15,20 Euro und zum 1. Oktober 2027 auf 15,90 Euro.
Derzeit verhandeln Gewerkschaften und das Land außerdem eine neue Entgeltordnung. Dabei wurden für einige Entgeltgruppen bereits neue Stellenbewertungen verabredet. Sie treten zum 1. Januar 2027 in Kraft.
4 plus 3 Prozent
Sparda-Banken – ver.di hat mit der Sparda-Bank Berlin einen Abschluss in den Entgeltverhandlungen für die Bank in Ostdeutschland erzielt. Die Vereinbarung sieht 4 Prozent mehr Gehalt ab dem 1. April 2026 und weitere 3 Prozent ab dem 1. April 2027 vor. Ab dem 1. April 2026 bekommen Auszubildende 150 Euro brutto mehr im Monat. Außerdem erhalten Beschäftigte einen Tag zusätzlichen Urlaub für ihr demokratisches Engagement im Betrieb. Die Laufzeit geht bis zum 30. Juni 2028.
Teilweise besser
TU Darmstadt – ver.di hat an der Technischen Universität Darmstadt ein Tarifergebnis erzielt. Es übernimmt für die knapp 5.000 TU-Beschäftigten alle Verbesserungen aus dem Ende März erzielten Tarifkompromiss im Land Hessen. Teilweise ist es sogar noch besser. So wird eine neue Ausbilderzulage eingeführt und Auszubildende können in den Uni-Mensen künftig zum Studierendenpreis essen.
Eckpunkte
hUfeland-klinikum – ver.di hat sich mit der Arbeitgeberseite verständigt. Jetzt sind die Beschäftigten an den Standorten in Mühlhausen und Bad Langensalza gefragt. Das Eckpunktepapier sieht eine Absenkung der Arbeitszeit von aktuell 40 Stunden die Woche auf 38,5 Stunden in zwei Schritten bis zum 1. September 2027 und weitere Verbesserungen vor. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 19. Juni 2026.