01_HR_BR_Wahlen.jpg
Sie haben als ver.di-Betriebsräte in ihren Betrieben schon vieles erreicht, vor allem durch die Unterstützung der Beschäftigten, die sie gewählt haben. Von links nach rechts: Sabine Skubsch, Gabi Gülzau, Isabell Senff, Martin Lücke, Erdogan KayaIllustration: Hans Baltzer

Bundesweit werden in diesen Tagen Wahlurnen in den Betrieben aufgestellt und die Betriebsräte gewählt. In rund 28.000 Betrieben werden nach Zahlen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) bis zum 31. Mai etwa 180.000 Mandate für die betrieblichen Interessenvertretungen vergeben. "Das ist gelebte Demokratie in den Betrieben, und jeder einzelne Beschäftigte sollte sich daran beteiligen", fordert ver.di-Bundesvorstandsmitglied Gabriele Gröschl-Bahr zur Wahl auf.

Ob es um Gesundheitsschutz, Gleichstellung oder die Einhaltung von Dienstplänen geht, Betriebsräte kümmern sich darum, dass die Arbeitsbedingungen gut für die Beschäftigten sind. Eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle hat ergeben, dass Betriebe mit Interessenvertretung produktiver als andere sind. Und die Beschäftigten profitieren auch direkt von der Mitbestimmung: mehr Urlaub, mehr Investitionen in Ausbildung, mehr Regelungen für eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Betriebsräte haben umfangreiche Informations- und Mitbestimmungsrechte, können zukunftsorientierte Impulse geben. "Gerade in Zeiten der Digitalisierung ist es wichtig, die Arbeitgeber für Qualifizierung und Weiterbildung zu gewinnen", sagt Gröschl-Bahr.

Vor vier Jahren lag die Wahlbeteiligung allein im Organisationsbereich von ver.di, der IG Metall, der IG Bergbau, Chemie, Energie und der Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten bei 76,9 Prozent der Wahlberechtigten. Bei der Bundestagswahl im Herbst vergangenen Jahres waren es 76,2 Prozent. Das zeigt die Bedeutung dieser betrieblichen Wahlen. "Die Bundesrepublik hat eine starke sozialpartnerschaftliche Tradition", erinnert Gröschl-Bahr.

"Für uns" lautet das ver.di-Motto.der diesjährigen Betriebsratswahlen. Daher lohnt es sich um so mehr, zur Wahl zu gehen und auch Kolleg/innen zu motivieren, ihr Kreuz auf dem Stimmzettel zu machen. Eine hohe Wahlbeteiligung zeugt auch vom starken Rückhalt unter den Beschäftigten, den der jetzt zu wählende Betriebsrat genießt. Dabei ist es egal, ob es sich um einen kleinen Betrieb mit gerade einmal mehr als fünf Mitarbeiter/innen handelt oder einen Großbetrieb mit tausenden Beschäftigten. Überall arbeiten Frauen und Männer mit ihren spezifischen Problemen, die einen starken Betriebsrat brauchen, um ihre Interessen gegenüber dem Arbeitgeber besser durchsetzen zu können. Und dort, wo es noch keine Betriebsräte gibt, hilft ver.di jederzeit dabei, eine Wahl abzuhalten.

Stark für alle Beschäftigten

In vielen Betrieben aus dem ver.di-Organisationsbereich treten jetzt Listen und Kandidat/innen mit ver.di-Bezug an. Sie können auf die Unterstützung einer großen Organisation vertrauen. Für sie gibt es Schulungsangebote der verschiedenen ver.di-Bildungsträger, gleich, ob sie zum ersten Mal in ihr Amt gewählt worden sind oder als "alte Hasen" ihr Wissen auffrischen und aktuell halten wollten. Aber sie können auch bei ihrer täglichen Arbeit auf die Unterstützung der ver.di-Sekretär/innen vor Ort zählen.

"Gemeinsam stark, gemeinsam ein starker Betrieb", sagt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Gabriele Gröschl-Bahr. Stark für alle Beschäftigten. Dafür lohnt sich die Teilnahme an der Wahl.

http://br-wahl.verdi.de