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Oliver Berg/dpa

Titel "Mach den Unterschied", ver.di publik 3_2026

Militärische Hochrüstung und Sozialabbau sind zwei Seiten einer Medaille. Das in dem Beitrag zu den sogenannten "Sozialstaatsreformen" zum weiter forcierten Sozialabbau kein einziges Wort bezüglich dieses Zusammenhangs ausgeführt wird, ist mehr als bedauerlich. Die aktuelle Hochrüstung und Militarisierung der Gesellschaft werden mit einer angeblichen militärischen Bedrohung von Seiten Russlands begründet. Da kann an dieser Stelle nur auf die neue Studie von Greenpeace "Europa allein zuhause?" verwiesen werden, in der geschlussfolgert wird: "Die Nato-Staaten sind Russland auch ohne die USA in wesentlichen militärischen Kategorien überlegen." Warum wird über die lebenswichtige Frage "Krieg und Frieden" in der publik so wenig, durchaus auch kontrovers, berichtet? Willy Brandt formulierte einst "Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts."

Falk Prahl, per E-Mail

Unser Bundeskanzler hält seine Entscheidung zu kürzen, für eine Frage von Demographie und Mathematik. So ein Unsinn, es ist eine Frage von Macht. Es ist nämlich die Frage, auf welcher Seite man mit dem Kürzen anfängt.

Jeder normale Mensch würde bei den Reichen zuerst etwas wegnehmen.

Dann bliebe den Ärmeren noch Geld zum Ausgeben. Aber Herr Merz macht das genau umgekehrt. Er weiß nicht, wie schlimm das für die Betroffenen ist! Und die Wirtschaft bremst er auch noch aus.

Astrid Boberg, per E-Mail

Brennpunkt "Fünf Reformen – totale Schieflage", ver.di publik 3_2026

Ich möchte mich für den Artikel bedanken. Die Übersicht zu den Gesetzen war gut lesbar, klar strukturiert, sehr informativ und hatte trotzdem keinen großen Umfang.

Willi Vogt, per E-Mail

Planungssicherheit und Vertrauensschutz sind gerade für Menschen wichtig, die am Ende ihres langen Arbeitslebens feststellen, dass es ihnen immer schwerer fällt, bei Anforderungen und Veränderungen ihrer Arbeitswelt mitzuhalten. Ich denke dabei weniger an die Menschen mit "nur" 35 Jahren beruflicher Tätigkeit. Sondern an die Menschen, die derzeit schon über 40 Jahre lückenlos gearbeitet haben und lange damit planen konnten, in den nächsten 4 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen zu können. Alleinig bei dieser Gruppe werden laut den aktuellen Plänen "Übergangsfristen und Vertrauensschutz" nicht ausreichend berücksichtigt. Für mich eine heftige Ungerechtigkeit, insbesondere für die Jahrgänge 1963 bis 1965, die derzeit fast 45 Jahre gearbeitet haben. Ich selbst bin von dieser Neuregelung nicht betroffen. Als langjähriger Rentenberater, Betriebsrats- und Gesamtbetriebsratsvorsitzender möchte ich allerdings auf diese, wohl größte Ungerechtigkeit der aktuellen Rentenpläne hinweisen.

Kurt Lennartz, per E-Mail

Thema "Ein Branchentarifvertrag muss her", ver.di publik 3_2026

Ein toller und wichtiger Beitrag! Ich bin selbst bei mehreren Bildungsträgern beschäftigt gewesen und habe mich im Betriebsrat sowie in Tarifverhandlungen für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne eingesetzt. Dabei habe ich selbst erfahren: Solange diese Dinge IM eigenen Haus FÜR das eigene Haus verhandelt werden, haben die Beschäftigten vor Ort häufig nicht die Durchschlagskraft, auch nicht die Nerven, manchmal schlicht nicht den Mumm, für Verbesserungen Position zu beziehen – gegen ihre Führungskräfte – und z.B. für einen Streik ihre Arbeit niederzulegen, worunter die Menschen in den Maßnahmen leiden – mit denen sie jeden Tag arbeiten und für deren Entwicklung sie sich engagieren. Wer sich die großen Flächen- oder Branchentarifverträge anschaut und diese mit den Entgeltordnungen und Haustarifverträgen einzelner Häuser vergleicht, wird schnell erkennen:

Zusammen erreicht man mehr! Schreibt mehr hierüber!

Gern auch für andere Branchen. Es müssen sich ja nicht gleich die Proletarier aller Länder vereinen – es genügt, wenn es die einer Branche tun ;-)

André Weber, per E-Mail

Thema "Alles bleibt – nur anders", ver.di publik 3_2026

Bei mir in der Straße kann ich seit einigen Wochen beobachten, dass der Paketbote jetzt auch die Briefe zustellt. Zuvor gab es separate Brief-und Paketzustellungen.

Das DHL-Management wird dies jetzt vielleicht als "Effizienzsteigerung" bezeichnen, für mich heißt das de-facto Mehrarbeit.

Ob hier tatsächlich keine Verschlechterung vorliegt, bleibt also fraglich.

Oliver Kriebel, per E-Mail

Thema "ver.di lohnt sich", ver.di publik 3_2026

Ich freue mich über jeden lohnenden Tarifabschluss. Eine Gehaltssteigerung von 20 bis 35 Prozent für das Cockpit- und Kabinenpersonal bei Lufthansa City Airlines (plus Tarifbindung) hört sich an wie ein Lotto-Volltreffer, oder es wurde beim Bericht die Kommastellung vergessen. Falls dieser Abschluss doch zutrifft (er trifft zu, Anmerk. d. Red.), sollte der ver.di-Verhandlungsführung ein Denkmal gesetzt werden und ab sofort darf nur noch diese Verhandlungsführung sämtliche Tarifverhandlungen in allen Bereichen führen. Einen faden Beigeschmack gibt es. Cockpitpersonal gehört sicherlich nicht zu den schlecht bzw. unterbezahlten Beschäftigungsgruppen dieser Welt. Auch hier gilt für eine ver.di-Verhandlungsführung Augenmaß, oder wie wird dieser Abschluss den Beschäftigten im Einzelhandel oder im Gesundheitsbereich erklärt? Ich bin gespannt.

Hans-Gerd van Lier, per E-Mail

Spezial "Digitalisierung", ver.di publik 3_2026

Diese Ausgabe war wieder besonders interessant. Für mich als Älterem (81) vor allem das Spezial zur Digitalisierung, mit Praxisbeispielen und nicht nur technischen, sondern auch gesellschaftspolitischen Einordnungen. Das kommt in vielen Berichten zum Thema meist zu kurz. Prima auch die kurzen und präzisen Statements zu den sogenannten Reformen, die mittlerweile wie Drohungen daherkommen, da sie meist nur Verschlechterungen bedeuten. Ein wahres "Konjunkturprogramm" für die AfD. Mich freuen die vielen Beispiele über gelungene Aktivitäten; das macht Mut!

Joke Frerichs, per E-Mail

Kulturseiten, ver.di publik 3_2026

Nachdem der Ikkimel-Kult nun auch ver.di publik erreicht hat, sollte etwas Kritik folgen. Die Kunst- und Werbefigur "Ikkimel" ist meiner Meinung nach in erster Linie eine Ware; herausgegeben von einer Industrie, in der noch immer viele Männer das Sagen haben – und die dadurch auch an ihr verdienen. Ihr Feminismus mag privat ehrlich gemeint sein, wird aber durch ihre Texte extrem abgeflacht und definiert sich vor allem durch die drei K: Kraftausdrücke, Koks und Ketamin. Reaktionäre und radikale Frauenfeinde dürfte es freuen. Insofern ist ihre dargestellte Männerabneigung ähnlich unnötig wie das umgedrehte Prinzip bei den männlichen Kollegen; von der Drogenverherrlichung ganz zu schweigen. Ironie hin oder her ...

Peter Löffler, per E-Mail

BECK, ver.di publik 3_2026

Ich lese die ver.di-Zeitung noch nicht lange, musste mich aber leider direkt wundern bzw. ärgern – ein plumper Rollenklischee-Cartoon ("Kosmetik für Männer") in einer Ausgabe, in der es um Tradwives und Feminismus geht? Das passt nicht. Und es passt generell nicht in unsere Zeit. Vielleicht statt des alten Mannes BECK eine junge Illustratorin engagieren?

Julia Hanauer, per E-Mail

Den Cartoon "Kosmetik für Männer" musste ich mir mangels Verständnis von einer KI erklären lassen. Der Witz liegt wohl in der Übertragung von grober, körperlicher Arbeit auf den Bereich der Kosmetik. BECK spielt hier mit dem Klischee des "harten", handwerklich arbeitenden Mannes, für den herkömmliche Pflegeprodukte zu feinsinnig erscheinen, weshalb er zu martialischen Baumaschinen greift. Ach so! Für mich geht diese Satire allerdings völlig daneben. Was glaubt BECK eigentlich, wer wir sind? Ich bin ein 76-jähriger Mann mit einem Hintergrund als Luftfahrttechniker und seit 1978 Mitglied bei der ÖTV bzw. ver.di. Trotzdem wäre ich niemals auf die Idee gekommen, zu solchen Maßnahmen zu greifen.

Gerhard Porath, per E-Mail