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Bahnfahren

railwise.eu – Verspätungen bei der Bahn – man kann sie bejammern oder nicht begreifen – sind in Deutschland schon lange alltäglich und nicht selten Normalfall statt Ausnahme. Dank offen verfügbarer Daten lässt sich aber ebenso genau wie umfänglich erfassen und statistisch auswerten, wo und wie Züge vom Fahrplan abweichen oder ganz ausfallen. Genau diesen Info-Service leisten die Anbieter von Railwise mit ihrer Webseite und der zugehörigen App (für iOS). Auf einer Karte sind rund 240 Fernverkehrsverbindungen markiert, mittels der zuletzt eingetretenen Verspätungen in unterschiedlichen Farben. Zudem zeigt sie für die 20 meistbefahrenen Strecken die jüngsten durchschnittlichen Verzögerungen auf. In der App lassen sich für einzelne Abschnitte – anhand der Bahnhöfe oder der Zugnummern – sowohl vorab berechnete als auch während der Fahrt auftretende Verspätungen anzeigen. Wer also seine Bahnfahrten danach wählen will, beziehungsweise kann, welche Strecken gerade am zuverlässigsten bedient werden, findet in diesem benutzerfreundlich aufgemachten und kostenlosen Service eine hilfreiche Reiseberatung.

Henry Steinhau

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KI-Beschwerden

bundesnetzagentur.de/_tools/_forms/05_Digitalisierung/904_KI/form_03_beschwerde/node.html – Ob Illustrationen oder Fotos, Kurzvideos oder Animationen, geschriebene oder gesprochene Texte, Musik oder Sounds: Immer häufiger entstehen mediale Inhalte ganz oder teilweise mit Hilfe "generativer künstlicher Intelligenz", kurz KI. Je realistischer sie aussehen, klingen oder sich lesen, desto eher kann man sie für "wahrhaftig" halten. Das birgt die Gefahr, getäuscht oder manipuliert zu werden. Um Nutzer*innen diesbezüglich zu schützen, müssen in der EU seit Anfang August bestimmte KI-generierte Inhalte per Gesetz als solche gekennzeichnet werden. Zudem haben Anbieter den Einsatz KI-gestützter dialogfähiger Dienste transparent zu machen, etwa bei Suchmaschinen, als Chatbots oder ähnliches. Sollte man feststellen oder vermuten, dass es an erforderlichen Kennzeichnungen mangelt, lässt sich das der Bundesnetzagentur melden, der zuständigen Marktaufsichtsbehörde. Sie hat eine Beschwerdestelle eingerichtet, per Online-Formular lassen sich Eingaben absetzen (vergleichbar mit polizeilichen Anzeigen). Was Beschwerde-relevant ist, darüber informiert die Webseite des übergeordneten "KI-Service-Desk".

Henry Steinhau

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Vogelstimmen

birdnet.tu-chemnitz.de/live-app – Kuckuck, Krähe und Taube sind an Rufen und Gurrlauten gut zu erkennen. Beim Zwitschern und Tirilieren vieler Singvögel oder den Warn- und Signallauten von Zug- oder Greifvögeln sind aber viele mit ihrem ornithologischen Latein rasch am Ende. Dann helfen Smartphone-Apps zum Aufnehmen von Vogelstimmen (an dieser Stelle vor rund zwei Jahren schon mal aufgegriffen). Mit BirdNET Live liegt eine neue App vor, mit verbesserter technischer Basis und erweitertem Funktionsumfang. Sie soll knapp über 8.900 Vogelarten erkennen (von weltweit rund 11.000), zudem die Laute von etwa 270 Säugetieren, 250 Insekten und 340 Amphibien. Und das auch offline, also abseits von Internetzugängen und mobilen Daten. Die gesammelten "bioakustischen" Erkenntnisse können daheim, bei Ausflügen und auf Reisen aufschlussreich sein, zumal es zu den Tieren kompakte Infos gibt, etwa auch zu deren Vorkommen und Aufenthaltsort. Für selbst gewählte Orte lassen sich die Aufnahmen zeitgesteuert beziehungsweise nach Aufnahmezyklen erfassen und speichern. Wer die gesammelten Daten mit den hinter der App stehenden Wissenschafts- und Naturschutzeinrichtungen teilt, leistet wertvolle Dienste.

Henry Steinhau