Rettungsdienste können wieder auf hohem Niveau helfen

Geschafft! Die Arbeitszeit im Rettungsdienst der Stadt Bremen wird nicht weiter erhöht. "Damit ist das Thema Arbeitszeitverlängerung für die Hilfsorganisationen im Rettungsdienst auf 48 Stunden in der Woche erst einmal abgewehrt", sagt ver.di-Fachsekretär Uwe Schmid.

"Gemeinsam sind wir stark", lautet sein Fazit für die ver.di-Arbeitsgruppe der Interessenvertretungen von Leistungserbringern im Bremischen Rettungsdienst. Dazu zählen unter anderem der Arbeiter-Samariter-Bund, das DRK und der Malteser Hilfsdienst. Proteste und Aktionen hatten zu einem Dringlichkeitsantrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen in der Stadtbürgerschaft geführt, der an den Senat gerichtet war - mit Erfolg. Der Senator für Inneres wird ein neues Entgelt auf der Basis von 44 Wochenstunden vorschlagen. Vor drei Jahren war die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich erhöht worden.

Der Senat wurde zudem aufgefordert, Arbeitszeit und insbesondere Schichtdienst so zu gestalten, dass die Rettungsdienste die medizinische Notfallversorgung auf qualitativ höchstem Niveau erfüllen können und gleichzeitig keiner gesundheitlichen Gefährdung ausgesetzt werden. Die Bürgerschaft fordert vom Senat außerdem zu prüfen, ob die Entziehung der Krankentransporterlaubnis für private Unternehmen möglich ist, da private Anbieter für prekäre Arbeitsverhältnisse im Krankentransport verantwortlich sind und durch Dumpingpreise mittelfristig Arbeitsplätze gefährden.

Gesund rettet sich's besser

"Wir, die ver.di-Arbeitsgruppe, halten die gefassten Beschlüsse der Bürgerschaft für ein Zeichen in die richtige Richtung und ein Ergebnis unseres gemeinsamen Auftretens. Es zeigt sich wieder einmal mehr, dass gemeinsame Aktionen über die einzelnen Trägerinteressen hinaus für die Beschäftigten die besten Chancen bieten, die Angriffe auf die Arbeitsbedingungen erfolgreich abzuwehren", waren sich alle einig.