Schwimmbäder am Limit

Umfrage I – Schwimmen bleibt der Sommer-Favorit: In einer Umfrage des Vergleichsportals vergleich.org gaben 61 Prozent der Befragten an, den Sommer vor allem im Freibad, See oder Meer verbracht zu haben – weit vor Radfahren (48 Prozent) und Wandern (44 Prozent). Beliebt ist Schwimmen vor allem, weil es wenig kostet und kaum Ausrüstung braucht. Der Run aufs Wasser trifft jedoch auf eine angespannte Lage: Bundesweit fehlen Fachangestellte für Bäderbetriebe, immer mehr Kommunen kürzen Öffnungszeiten oder schließen Becken ganz. Die DLRG warnt seit Jahren vor einem "Bädersterben", während die Nachfrage an heißen Tagen wächst. Für die Beschäftigten bedeutet das oft mehr Druck bei weniger Personal. Aufsicht, Reinigung und Technik müssen trotzdem laufen, wenn die Becken voll sind. ver.di fordert deshalb bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen im Bäderbereich, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Bäder als öffentliche Infrastruktur zu erhalten.

Mehr nachhaltiger Tourismus

Umfrage II – Nach Angaben der Europäischen Union entstehen 75 Prozent der tourismusbezogenen Emissionen im Verkehrssektor. Zum Start der Europäischen Mobilitätswoche Mitte September hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) daher auf die Bedeutung der Schiene für den Tourismus aufmerksam gemacht. Laut einer Umfrage im Auftrag des europäischen Bahnverbands CER halten 74 Prozent der Europäer*innen Bahnreisen für wichtig, um den Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Zwei von drei Befragten würden häufiger mit dem Zug verreisen, wenn es mehr Verbindungen gäbe. Damit die Bahn mehr Reisende transportieren kann, brauche es mehr Kapazitäten im Netz, verlässliche Investitionen und grenzüberschreitende Verbindungen, so der VDV. "Wenn Europa will, dass mehr Menschen für ihre Reisen auf die Bahn umsteigen, dann muss die grünste Option auch verlässlich und bezahlbar sein", fordert der VDV-Präsident Ingo Wortmann.

Hitze beeinträchtigt Erholung

DAK-Urlaubsreport – Der Sommer 2026 war laut Deutschem Wetterdienst der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Wer Urlaub hatte, spürte das: Bei knapp einem Viertel der Befragten störten Temperaturen ab 30 Grad die Erholung stark, wie der aktuelle DAK-Urlaubsreport zeigt. Trotzdem kamen die meisten zur Ruhe. 86 Prozent bewerteten ihre Erholung als gut oder sehr gut. Was dabei half, war vor allem der Abstand zur Arbeit. 63 Prozent nannten den Wegfall der Arbeitsbelastung als wichtigen Erholungsfaktor. Ähnlich wichtig war vielen die Zeit für sich selbst, die 69 Prozent hervorhoben. Wer sich schlecht erholte, scheiterte meist am Gegenteil: 59 Prozent gelang es nicht, im Urlaub abzuschalten. Am stärksten betroffen waren die 30- bis 44-Jährigen. Viele nutzten die freie Zeit bewusst für die Gesundheit. 70 Prozent bewegten sich mehr oder trieben Sport, ebenso viele bauten gezielt Stress ab. Nur 6 Prozent gaben an, im Sommerurlaub nichts Besonderes für ihre Gesundheit getan zu haben.

Kritik an Dubai-Deal

Luftverkehrspolitik – ver.di kritisiert die Bundesregierung für zusätzliche Landerechte an Emirates. Das stärke vor allem das Drehkreuz Dubai und gehe zulasten deutscher Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Europäische Airlines, die hohe Sozialstandards einhalten, dürften im Wettbewerb nicht verlieren.