Ausgabe 04/2026
Milliarden fehlen
(pm) Hitzeschäden, mehr als tausend Baustellen, Vollsperrungen, reduzierte Fahrstreifen und Tempolimits – auf den deutschen Autobahnen herrscht erhöhter Reparaturbedarf. Das zeigte sich schon mit dem Beginn der Sommerferien in den ersten Bundesländern. Um den Verkehr aufrecht zu erhalten, bedarf es nicht nur derzeit höchster Kraftanstrengung aller Beschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes.
"Die Kolleginnen und Kollegen der Autobahnmeistereien, Tunnel- und Leitzentralen leisten unter Stressbedingungen ihr Möglichstes, um den Betrieb eines maroden, unterfinanzierten Systems zu gewährleisten", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Doch die tägliche Überlastung der Kolleg*innen könne keine dauerhafte Lösung sein.
Behle forderte den Bund auf, die Autobahn GmbH finanziell und personell in die Lage zu versetzen, ihren Aufgaben verlässlich gerecht zu werden. Aktuell sei die bundeseigene GmbH unterfinanziert, auch mit dem neuen Haushaltsentwurf: Bis 2029 fehlten Milliarden für Betrieb, Instandhaltung, Sanierung und Neubau. Auch die Personallage sei weiterhin angespannt. Der Vorschlag des Bundesverkehrsministeriums, geplante milliardenschwere Investitionen in Deutschlands Autobahnen künftig auch über private Geldgeber zu finanzieren, ist für Behle keine Lösung der Probleme.