An Hochschulen sind 90 Prozent des wissenschaftlichen Nachwuchses und 23 Prozent der Beschäftigten in den wissenschaftsunterstützenden Tätigkeiten sowie in Technik und Verwaltung befristet beschäftigt. Das ist nicht nur frustrierend, so lässt sich auch kein Leben planen und keine Zukunft aufbauen.

Um die unsäglichen Befristungen zu stoppen, ficht das Bündnis "Frist ist Frust" mit bundesweiten Aktionen für mehr unbefristete Beschäftigung an den Hochschulen. Das Bündnis besteht aus ver.di, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie dem Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft. Aktuelle Details zu den Aktionen unter:

www.frististfrust.net

Anlass der aktuellen Aktionen ist, dass die Länder dem Bund Mitte Januar erste Entwürfe einer sogenannten Verpflichtungserklärung vorlegen mussten. Darin müssen sie auch darlegen, wie sie dauerhafte Beschäftigungen mit den Milliarden schaffen, die im Rahmen des zwischen Bund und Ländern geschlossenen "Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken" ab 2021 an die Hochschulen fließen. Die Verpflichtungserklärungen zwischen Bund und Ländern werden in den kommenden Monaten hinter verschlossenen Türen ausgehandelt.

Sylvia Bühler, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für Bildung, Wissenschaft und Forschung, fordert: "Alle Stellen, die künftig aus den Zukunfts- vertragsmitteln an den Hochschulen eingerichtet werden, müssen Dauerstellen sein." Und es sei gut, wenn sich immer mehr Beschäftigte gegen Befristungen auflehnen und sich an den Aktionen des Bündnisses "Frist ist Frust" beteiligen, so das Bundesvorstandsmitglied.

Marion Lühring