Kliniken | Rund 1000 Beschäftigte der Zentralen Service-Gesellschaft (ZSG) für die Akut- und Rehakliniken der zum Helios-Konzern gehörenden Damp AG haben am 22. Juni überraschend ihre Kündigung erhalten. Damit versucht der Arbeitgeber offensichtlich, den Streik der Beschäftigten zu unterlaufen und einen Streikverzicht zu erpressen. ver.di werde umgehend die erforderlichen rechtlichen Schritte gegen den Arbeitgeber einleiten, erklärte Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke. Mehr als 86 Prozent der Beschäftigten hatten sich zuvor in einer Urabstimmung für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Die Tarifkommission hatte einen "intelligenten Streik" angekündigt. "Es wird kein Tag vergehen, an dem wir nicht irgendwo aktiv werden", hatte ver.di-Verhandlungsführer Oliver Dilcher gesagt. Die Gewerkschaft fordert für die 5600 Damp-Beschäftigten 7,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro mehr pro Monat, eine einheitliche Jahressonderzahlung und eine Arbeitsplatzsicherung für Servicekräfte.


Streiks an fünf Flughäfen gegen Befristungen und Teilzeit

Verkehr | Rund 500 Beschäftigte der privaten Sicherheitsdienstleister an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt/Main, Bremen und Hannover haben sich 19. Juni an einem zweistündigen Warnstreik beteiligt. Sie demonstrierten gegen die Zunahme befristeter Arbeitsverhältnisse und erzwungener Teilzeitarbeit. In den laufenden Tarifverhandlungen geht es auch um einen neuen Manteltarifvertrag. ver.di fordert die Begrenzung der regelmäßigen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich und ein Ende der Abrufpraxis der Bundespolizei. Diese Praxis verhindert laut ver.di eine vernünftige Schichtplanung und forciert die Teilzeitarbeit. "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird dadurch unmöglich gemacht, obendrein kön- nen die Beschäftigten von ihren Vergütungen kaum leben", so ver.di-Verhandlungsführer Andreas Sander. Am 27. Juli wird weiter verhandelt.