MHH kündigt Entlastung auf

Hannover – Das Land Niedersachsen und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) wollen die Entlastungsvereinbarung mit ver.di zu Ende Januar 2027 kündigen. Sie gilt seit April 2025 und war nach Streiks durchgesetzt worden. Als Grund nennen die Arbeitgeber Kürzungen des Bundes bei der Krankenhausfinanzierung. Die Beschäftigten sind empört. ver.di fordert, die Vereinbarung ab Februar 2027 wieder in Kraft zu setzen, sonst drohen neue Streiks. Sie beginne gerade erst zu wirken, sagt ver.di-Landesbezirksleiterin Andrea Wemheuer. Der Druck auf die Krankenhäuser dürfe nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen.

Sechs Prozent mehr

PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG – Die rund 2.000 Beschäftigten erhalten in zwei Schritten insgesamt sechs Prozent mehr Geld: Die Entgelte steigen zum 1. Januar 2027 um 3,9 Prozent und zum 1. Januar 2028 um weitere 2,1 Prozent. Auszubildende bekommen zu beiden Zeitpunkten jeweils 60 Euro mehr. Für Beschäftigte in besonders belastenden Bereichen – etwa in der Pflege von Menschen mit Demenz, im Wachkoma oder mit Korsakow-Syndrom – hat ver.di zudem eine Zulage von sieben Prozent des Monatsbruttos durchgesetzt. Ab 2028 erhalten ver.di-Mitglieder einen zusätzlichen freien Tag pro Jahr. Der Tarifvertrag läuft 24 Monate.

Mehr Urlaub

Kirchlicher Tarifvertrag Diakonie – Mehr Erholung für die Beschäftigten der Diakonie Hamburg und Schleswig-Holstein: Ab Januar 2027 steigt der Jahresurlaub von 30 auf 31 Tage. Wer seit 25 Jahren beim selben Arbeitgeber beschäftigt ist, bekommt dauerhaft einen weiteren Urlaubstag. ver.di-Mitglieder erhalten künftig außerdem zwei statt bisher einen freien Tag pro Jahr für gewerkschaftliche Betätigung. Der Tarifvertrag gilt unter anderem für Beschäftigte der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, der Elbdiakonie, des Hospitals zum Heiligen Geist, der Diakoniestiftung Alt-Hamburg und der Marthastiftung.

Schutz vor Lohndumping

Sicherheitswirtschaft Hessen – Der Entgelttarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen ist erneut allgemeinverbindlich. Damit gelten die tariflichen Mindeststandards für rund 25.000 Beschäftigte in Hessen – unabhängig davon, ob ihr jeweiliges Unternehmen tarifgebunden ist. Das schützt die Beschäftigten vor Lohndumping und verhindert, dass sich Unternehmen durch niedrige Löhne Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die Entgelte sind zum 1. Januar 2026 um 3,75 Prozent gestiegen; zum 1. Januar 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 3,65 Prozent.

Zulagen erhöht

AWO Bayern – Seit Juli 2026 erhalten die Beschäftigten 2,8 Prozent mehr Entgelt, die Ausbildungsvergütungen steigen um 75 Euro. Deutlich erhöht wurden auch die Zulagen: Der Nachtarbeitszuschlag beträgt nun 20 Prozent statt 2,50 Euro, die Wechselschichtzulage steigt von 105 auf 200 Euro und die Schichtzulagen von 62 auf 100 Euro beziehungsweise von 36 oder 46 Euro auf 75 Euro. Fällt während eines Bereitschaftsdienstes Nachtarbeit an, wird dafür künftig zusätzlich der Nachtarbeitszuschlag gezahlt. Die geleistete Nachtarbeit zählt zudem beim Anspruch auf Zusatzurlaub.