Hier wird verhandelt

Postbank – Die erste und die zweite Verhandlungsrunde für die rund 9.000 Beschäftigten der mittlerweile zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Postbank blieben ohne Ergebnis. Die Arbeitgeberseite lehnte die Forderungen nach Entgeltsteigerungen von 8 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat, ab und legte ein eigenes Angebot vor: 2 Prozent nach 5 Nullmonaten zum September und weitere 2 Prozent im September des kommenden Jahres. Für ver.di ist ein Angebot, das nicht einmal ansatzweise die Inflation ausgleicht, völlig unverständlich, vor allem angesichts des gerade erst verkündeten Rekordergebnisses der Deutschen Bank. Als Antwort rief ver.di zu Streiks auf.

Telekom – Die Tarifrunde Deutsche Telekom ist Ende April im Arbeitskampf angekommen. Mit den Warnstreiks am 11. und 12. Mai 2026 – begleitet von einer Kundgebung mit rund 2.500 Beschäftigten in Potsdam, wo die dritte Verhandlungsrunde stattfand – haben sich seit dem Start des Arbeitskampfs am 28. April insgesamt mehr als 32.000 Beschäftigte an den bundesweiten Warnstreiks beteiligt. Dabei ließen sich gewisse Einschränkungen für die Kunden der Telekom nicht vermeiden. In der dritten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber erstmals ein sogenanntes Strukturangebot vorgelegt. ver.di hat es als völlig unzureichend zurückgewiesen.Die vierte Verhandlungsrunde fand nach Druck der publik statt. Ergebnisse gibt es deshalb online: verdi.de