Ausgabe 03/2026
Bei 20 Kilo muss Schluss sein
Die Reform des Postgesetzes wurde bereits im Juli 2024 verabschiedet – die Politik wollte dabei den Umgang mit schweren Paketen regeln –, aber die Beschäftigten in der Branche warten immer noch auf einen wirksamen gesetzlichen Gesundheitsschutz bei schweren Paketen. ver.di drängt nun auf die Umsetzung des Koalitionsvertrags und die 20-Kilogramm-Grenze für Pakete ab Mitte 2026.
Auf ihrer fachpolitischen Tagung zum Postgesetz am 21. April 2026 machte ver.di ihre Forderung nach der zügigen Umsetzung einer echten 20-Kilogramm-Grenze für Pakete im Ein-Personen-Handling gegenüber der Politik deutlich.
"Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie ihr Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag in den nächsten Monaten ohne Schlupflöcher umsetzt und damit die Gesundheitsgefahr für Hunderttausende Beschäftigte beseitigt", sagte Andrea Kocsis, stellvertretende ver.di-Vorsitzende.
Zur Fachtagung eingeladen waren auch Abgeordnete des Bundestags, um mit Beschäftigten aus der Paketbranche über ihre Arbeitsbedingungen und die enorm hohe Belastung zu diskutieren. Teilgenommen hatten Sebastian Roloff (SPD) und Pascal Meiser (Linke) sowie Vertreter aus den verantwortlichen Ministerien, Wissenschaftler und über 100 Beschäftigte aus der Branche.
In ihrem Koalitionsvertrag bekennen sich die Regierungsparteien zu einer 20-Kilogramm-Grenze für Pakete. Bis spätestens Mitte des Jahres 2026 soll ein Dialogprozess durchgeführt werden.
"Es wird Zeit, dass die Bundesregierung aktiv wird und einen Gesetzesentwurf auf den Weg bringt. Die Beschäftigten in der Branche haben lang genug darauf gewartet und brauchen jetzt eine Entlastung! Jede Verzögerung geht zu ihren Lasten und ist nicht zu rechtfertigen", so die stellvertretende ver.di-Vorsitzende.
red